Burgenlauf:

Erster SCN-Sieg

200 Ausdauersportler sind in diesem Jahr beim Burgenlauf nach Penzlin dabei. Der SC Neubrandenburg feiert seinen ersten Erfolg bei der Veranstaltung.

Arne-Christian Wolff vom SCN (links, im Duell mit dem Berliner Silvio Nohke) gewann den 13. Burgenlauf.
Heiko Brosin Arne-Christian Wolff vom SCN (links, im Duell mit dem Berliner Silvio Nohke) gewann den 13. Burgenlauf.

Wahrscheinlich weiß der junge Mann das gar nicht: Arne-Christian Wolff hat ein Stück Burgenlauf-Geschichte geschrieben.

Sein Sieg bei der 13. Auflage des Laufes zwischen den Burgen war der erste eines Athleten vom SC Neubrandenburg. In 1:33:48 Stunden sicherte sich Wolff bei seinem Burgenlauf-Debüt den Gesamtsieg und verwies Thomas Schölzke vom Laufteam Rügen (1:34:28) und Titelverteidiger Silvio Nohke aus Berlin (1:35:39) auf die Plätze. Nohke war hinterher überhaupt nicht traurig, dass er seinen Vorjahreserfolg nicht verteidigen konnte.

„Wegen meiner Verletzung konnte ich zuletzt leider kaum trainieren und da hast du es hier natürlich schwer. Von daher ist Platz drei völlig in Ordnung.“ Im kommenden Jahr, kündigte der Berliner schon mal an, wolle er aber wieder voll angreifen: „Dann bin ich auch fit.“

Richtig happy war indes die Ueckermünderin Anna Izabela Böge, die bei ihrem zweiten Burgenlauf-Start zum zweiten Mal als erste Frau ins Ziel lief. Diesmal war die Sportlerin vom SV Einheit in 1:39:52 sogar acht Minuten schneller als im Vorjahr und das auf dem Kurs Burg Stargard-Penzlin, der allgemein als der schwierigere gilt. „Ich finde diese Strecke leichter“, meinte Anna Izabela Böge, die am Vorabend noch beim 10-km-Cuplauf auf Poel gestarte war und dort ebenfalls gewonnen hatte.

Respekt für Ueckermünderin

Die Zweite, Franziska Renner vom HSV (1:48:16), folgte fast zehn Minuten später. Dritte wurde ihre Vereinskollegin Angelika Schlender-Kamp (1:52:14), die den anspruchsvollen Burgenlauf bereits dreimal gewonnen hat und der Siegerin großen Respekt zollte. „Gegen Anna hast du einfach keine Chance.“

Freuen durfte sich Gastgeber HSV Neubrandenburg indes über den Sieg in der Mannschaftswertung und damit auch über die Torte einer Penzliner Bäckerei. Insgesamt genau 200 Starter beim 13. Burgenlauf sorgten zudem bei Rennleiter Ortwin Kowalzik  für beste Stimmung: „Wir sind sehr zufrieden.“ Die schönste Burgenlauf-Geschichte schrieben in diesem Jahr allerdings zwei Anklamer: Bastian Schröder und Marco Schulz. Das Duo, das sich derzeit auf den Berlin-Marathon vorbereitet, hatte sich kurzfristig für einen Start entschieden, packte zwei Rennräder aufs Autodach, fuhr nach Penzlin, meldete sich an und wollte anschließend per Rad zum Start nach Burg Stargard.

Doch dann nahm das Dilemma seinen Anfang. Unterwegs schlug die Defekthexe erst bei Marco Schulz zu, wenig später machte auch das Rad von Bastian Schröder schlapp. Die anderen Läufer auf der Burg Stargard waren längst auf die Strecke geschickt worden, da schleppten sich die Anklamer immer noch in Richtung Burg Stargard. „Irgendwie glaubt man nicht, dass einem so was passiert. Wir haben uns dann gesagt, ach, was soll’s, das ziehen wir jetzt durch“, erzählte Bastian Schröder.

Mit 45 Minuten Verspätung starteten sie schließlich in Burg Stargard – und kamen am Ende sogar nicht als Letzte ins Ziel. „So war es jedenfalls eine gute Trainingseinheit“, sagte Marco Schulz. Die Anklamer freuten sich, dass der Veranstalter sie noch in die offizielle Wertung aufnahm.