Oberliga-Kicker aus Vorpommern unterliegen:

Ex-Greif-Trainer Hamann kennt diesmal kein Pardon

Die Torgelower Kicker müssen Altglienicke die Punkte überlassen. Damit verliert der Gastgeber das zweite Heimspiel in Folge.

Betretene Gesichter bei der Torgelower Mannschaftsführung nach der zweiten Heimniederlage - in der Mitte links Daniel Pankau, der sportliche Leister, daneben Trainer Tomasz Grzegorczyk.
Andy Bünning Betretene Gesichter bei der Torgelower Mannschaftsführung nach der zweiten Heimniederlage - in der Mitte links Daniel Pankau, der sportliche Leister, daneben Trainer Tomasz Grzegorczyk.

„Normalerweise bringt man als Freund etwas mit oder lässt etwas da. Nun im Sport ist das eben anders“, freute sich Trainer Lothar Hamann nach dem Auswärtserfolg. Der Coach, der einst Greif Torgelow zur Oberliga-Meisterschaft führte, wurde in der Gießerei-Arena herzlich empfangen und hatte viele Hände zu schütteln. Trotzdem kannte Altglienicke keine Gnade und erkämpfte sich die drei Punkte. „Ein 2:2 wäre sicher ein gerechteres Resultate gewesen“, bekannte Hamann. „Wir nehmen den Erfolg als dreckigen Sieg mit.“

„Hätte mir vor der Saison einer gesagt, dass wir nach vier Oberliga-Spieltagen sechs Punkte haben durch zwei Heimsiege und zwei Auswärtsniederlagen, dann hätte ich gesagt, schön, läuft ja“, meinte Vereinschef Dietrich Lehmann. Aber so sei es nun genau andersherum und für die eigenen Fans doch gewöhnungsbedürftig.

210 Zuschauer kamen, um die Partie gegen die Berliner zu sehen. Und die Anhängerschar der Greifen erlebte zwei völlig verschiedene Halbzeiten ihrer Elf. Abgesehen von Minute zwei, als der Gastgeber gedanklich wohl noch in der Kabine war und Altglienicke ohne Mühe durch Benjamin Gaudian zum 1:0 kam. Gaudian musste einen Flachpass von Marcel Czekalla nur noch einschieben.

Dieser Treffer riss die Greifen aus dem kurzzeitigen Tiefschlaf. Nur zehn Minuten später eroberte Robert Jager den Ball an der Grundlinie, fand mit seiner Flanke den Kopf von Lukas Krüger – 1:1. Danach war es eine solide Partie von beiden Seiten mit dem einzigen Manko, dass nur recht wenige Chancen herausgearbeitet wurden.

In Hälfte zwei stand plötzlich ein anderes Greif-Team auf dem Platz. Wie weggeblasen waren bei einigen Kampfgeist und Zweikampfwille. „Null Einstellung muss ich da einigen leider bescheinigen“, bekräftigte Daniel Pankau, Torgelows sportlicher Leiter. Und so hatten es die Gäste leicht, die Abwehr des Gastgebers noch einmal „auszutanzen“.

 

Greif: Wühn – Sobolczyk, Dymek, Lorenz (80. Georgeff), Jager – Jureczko, Mista, Ciolek, Krüger (73. Jandt) – Lindner (78. Plaza), Juszczak

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