Kicker von der Ostseeküste gewinnen wieder:

Startet Hansa jetzt eine Serie?

Nach dem Erfolg von Münster dürfte wieder etwas mehr Ruhe auf der Kogge herrschen. Gegen den Tabellenletzten Burghausen wollen die Bergmann-Schützlinge in der DKB-Arena das nächste Erfolgs-Kapitel schreiben.

Trotz personeller Sorgen gelang Drittligist Hansa Rostock bei Preußen Münster der Coup - im Bild eine Szene aus einer früheren Partie.
Andy Bünning Trotz personeller Sorgen gelang Drittligist Hansa Rostock bei Preußen Münster der Coup - im Bild eine Szene aus einer früheren Partie.

Mit dem dritten Auswärtssieg der laufenden Saison hat sich die Besatzung der Hansa-Kogge erst einmal wieder in seichtere Gewässer absetzen können. Sechs Tage nach dem erlösenden 2:1 Heimsieg über den Halleschen FC gewannen die Rostocker auch beim SC Preußen Münster mit 2:1 und verbesserten sich auf den zehnten Tabellenplatz. Und was noch wichtiger ist: Der Vorsprung auf die Abstiegsplätze hat sich innerhalb einer Woche von drei auf acht Punkte vergrößert.

Wie schon gegen den HFC konnten sich auch in Münster zwei Defensivspieler, die jeweils ihre ersten Saisontreffer markierten, in die Torschützenliste eintragen. Und besonders für Tommy Grupe, der die 1:0 Führung der Hanseaten erzielte, war es ein ganz besonderer Treffer. Der Mittelfeldspieler, der für den gesperrten Milorad Pekovic in die Startelf gerückt war, hatte in der Hinrunde der vergangenen Saison noch in Münster unter Vertrag gestanden. „Natürlich war auch ein bisschen Genugtuung dabei. Aber am meisten freue ich mich darüber, dass mein Treffer dazu beigetragen hat, den zweiten Sieg hintereinander einzufahren.“

Die Vorarbeit für Grupes Kopfballtreffer kam wieder einmal von Leonhard Haas, der in dieser Saison schon an mehr als der Hälfte aller Hansa-Treffer beteiligt war. „Das zweite Tor besorgte Haas dann selber. „Die Freude war natürlich riesig, zumal mein erstes Saisontor ein so wichtiger Treffer war“, erklärte Leonhard Haas, der sich in erster Linie aber für die Mannschaft freute: „Unser Sieg war hochverdient, weil wir vor allem in der ersten Halbzeit ein richtig starkes Spiel gemacht haben.“

Trainer lobt die kämpferische Einstellung

Ähnlich äußerte sich Trainer Andreas Bergmann, der nun erst einmal wieder in Ruhe arbeiten kann: „In der ersten Halbzeit haben wir es taktisch sehr gut gemacht. Durch frühes Attackieren konnten wir viele Ballgewinne erzielen und hatten auch nach der Führung noch sehr gute Chancen.“ Doch der Hansa-Coach lobte auch die Reaktion seiner Mannschaft nach dem „unglücklichen Ausgleich. Sie hat gezeigt, dass sie unbedingt etwas mitnehmen wollte. Eine großartige kämpferische Leistung, wobei auch spielerisch gute Momente dabei waren“, lobte Andreas Bergmann.

Wenn am kommenden Sonnabend nun der Tabellenletzte Wacker Burghausen in Rostock gastiert, erwarten die Hansa-Fans den dritten Sieg in Serie. Immerhin haben die Bayern nur eine ihrer letzten sechs Begegnungen verloren! Und auf Trainer Andreas Bergmann wartet eine schwierige Entscheidung. Nominiert er Routinier Milorad Pekovic nach abgesessener Sperre wieder für die Startelf, müsste er einen der beiden Matchwinner von Münster auf die Ersatzbank setzen.