Biathlon:

Freches Duo siegt auf Schalke

Das deutsche Duo Laura Dahlmeier und Florian Graf hat überraschend die Biathlon-Gaudi auf Schalke gewonnen.

Gut 40 000 Fans verfolgten das Biathlon-Spektakel in der Veltins-Arena in Gelsenkirchen.
Friso Gentsch Gut 40 000 Fans verfolgten das Biathlon-Spektakel in der Veltins-Arena in Gelsenkirchen.

Erst Schalke, dann Sotschi: Laura Dahlmeier und Florian Graf hoffen nach ihrem Überraschungssieg bei der  Biathlon-Gaudi im Gelsenkirchener Fußballstadion auf Rückenwind, auch für Olympia. „Das war pures Gänsehautfeeling, aus dem wir einiges für die nächsten Rennen mitnehmen wollen“, sagte Graf. „Das war der Wahnsinn, auf Schalke herrscht eine einzigartige Atmosphäre“, meinte Junioren-Weltmeisterin Dahlmeier.

Der Erfolg des deutschen Mixed-Teams bei der World Team Challenge in Gelsenkirchen war der erste rein deutsche Sieg nach dem Debüt des Wettbewerbs im Ruhrpott. 2002 standen Martina Glagow und Michael Greis ganz oben auf dem Podest. 2009 gewann Kati Wilhelm an der Seite des Österreichers Christoph Sumann. Nun also das Duo Dahlmeier/Graf, das sich 28 000 Euro Siegprämie teilen kann und die Herzen des Schalker Publikums eroberte.

Die zwölfte Auflage des mit 156 000 Euro dotierten Showevents in der Arena des Fußball-Bundesligisten Schalke 04 verlief spannend wie nie zuvor und wurde erst auf der Schlussrunde entschieden. Knapp 300 Meter vor dem Ziel lag noch der Ukrainer Andrej Derysemlja in Führung. Graf nutzte die letzte scharfe Kurve zu einem ebenso gewagten wie erfolgreichen Überholmanöver.

„Ich hatte mir Derysemlja zurechtgelegt und dann die Kurve frech genommen. Das war die Schlüsselszene“, sagte der Skijäger aus Eppenschlag. Unter dem tosenden Beifall der rund 40 000 Zuschauer empfing ihn die Garmischerin Dahlmeier freudestrahlend im Ziel.

Insbesondere für Graf war der Erfolg nach einigen Rückschlägen Balsam. „Olympia war für mich in weiter Ferne, aber ich gebe nicht auf und will mich zurückkämpfen“, meinte der 25-Jährige. Nun hofft er auf ein erfolgreiches Jahr 2014. Beim Weltcup in Oberhof (3. bis 5. Januar) wird Graf allerdings wegen wenig überzeugenden Leistungen bei den vorherigen Rennen in Östersund, Hochfilzen und Annecy nicht dabei sein. „Ich habe mir zuletzt Patzer geleistet. Wenn ich aber die Leistung bringe, bekomme ich mit Sicherheit noch eine Chance“, meinte Graf.

Er will nun abwarten, wie der deutsche Trainerstab die Leistung von Gelsenkirchen einordnet, denn Weltcup-Punkte wurden dort nicht vergaben. „Sotschi ist für mich noch nicht ganz weg“, meinte Graf. Dahlmeier dagegen hat die Olympia-Norm schon erfüllt.

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