Fußball-Bundesliga:

Hamburger "Spottverein": Vielleicht hilft nur der Abstieg

Fußball-Bundesligist Hamburger SV hat seinen Trainer Thorsten Fink entlassen - ein Kommentar.

Es war in der Saisonvorbereitung, irgendwann im Sommer: Bei einem Pressegespräch sagte Thorsten Fink tatsächlich, er sehe seinen Hamburger SV auf einer Stufe mit Bayern München, Borussia Dortmund oder Schalke 04 – selten so gelacht.

Solche peinlichen Sätze wird Fink nicht mehr von sich geben, der HSV entließ seinen Trainer am Dienstag. Eine Überraschung ist der Rauswurf des 45-Jährigen nicht. Schon nach dem 1:5 gegen Hoffenheim war über eine Ablösung spekuliert worden, nach dem 2:6 in Dortmund senkten die Vereinsbosse die Daumen. Wer Thorsten Fink nach der Dortmund-Pleite in Interviews gesehen hat, kommt zu dem Schluss: Der Trainer war mit seinem Latein einfach am Ende.

Doch wie geht es nun weiter beim Bundesliga-Dino, der noch nie abgestiegen ist in der 50-jährigen Geschichte der deutschen Eliteklasse? Trainer-Kandidaten gibt es einige: Namen wie Felix Magath, Franco Foda oder Markus Babbel hört man. Vielleicht bekommt sogar Lothar Matthäus endlich eine Chance, sich als Bundesligatrainer zu beweisen. Bei Loddar wäre zumindest der Glamour-Faktor sichergestellt – in einer Weltstadt wie Hamburg ein nicht zu unterschätzendes Kriterium.

Womit das Grundproblem beim HSV auch schon benannt ist. Hamburg ist eine Metropole, und da nimmt der beste Fußballverein der Stadt ebenfalls in Anspruch, ein Weltclub zu sein. Die Wahrheit ist aber eine andere: Der Club, der wegen ständiger Querelen auch schon mal als Hamburger „Spottverein“ bezeichnet wird, ist nur noch eine graue Maus. Der HSV hat jeden Glanz verloren.

Von daher wäre ein Abstieg aus der Fußball-Bundesliga vielleicht sogar die beste Lösung – als Beginn einer Grundreinigung beim Traditionsverein.

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