:

Hansa-Coach hat ein Luxusproblem

Die Hansa-Kicker erwarten Wacker Burghausen - von der Papierform her ein leichter Gegner. Aber Vorsicht! Trainer Andreas Bergmann warnt seine Jungs vor den Gästen.

Nach seiner Sperre wohl wieder in der Startformation: Milorad Pekovic.
Andy Bünning Nach seiner Sperre wohl wieder in der Startformation: Milorad Pekovic.

Schaut man auf die aktuelle Drittliga-Tabelle, scheint auf Fußball-Drittligist Hansa Rostock eine relativ einfache Aufgabe zu warten, wenn am Sonnabend ab 14 Uhr der SV Wacker Burghausen in der Rostocker DKB-Arena gastiert. Die Oberbayern belegen nach 15 Spieltagen nur den 20. Tabellenplatz und bilden damit aktuell das Schlusslicht des Klassements. Doch der Schein trügt gewaltig, denn in den vergangenen Wochen gehört die Wacker-Elf zu den erfolgreichsten Teams der Liga. Drei Siege, zwei Unentschieden und nur eine Niederlage stehen für die Burghauser an den vergangenen sechs Spieltagen zu Buche. Hätte die neue Saison erst am zehnten Spieltag begonnen, wäre der SV Wacker Burghausen immerhin Tabellenvierter.

Fans erwarten dritten Sieg in Folge

Das Handicap der Burghauser ist der schlechteste Saisonstart, den je eine Mannschaft in der Geschichte der eingleisigen 3. Liga hingelegt hat. Nach neun Saisonspielen hatte der SV Wacker erst einen einzigen Punkt eingefahren! Und diese Hypothek täuscht über die aktuelle Stärke des Tabellenletzten hinweg, so dass die breite Öffentlichkeit am Sonnabend den dritten Hansa-Sieg in Folge erwartet. Dass dieser jedoch keine Selbstverständlichkeit ist, weiß auch Trainer Andreas Bergmann: „Ich hatte ja schon vor dem Münster-Spiel gesagt, dass man in dieser Liga keine Mannschaften unterschätzen darf, nur weil sie weiter unten steht. Praktisch kann Jeder Jeden schlagen, oft wird die Tagesform entscheiden. Erst recht gilt dies nun bei Wacker Burghausen, denn diese Mannschaft hatte zuletzt ja einen positiven Lauf. Von der öffentlichen Erwartungshaltung dürfen wir uns nicht blenden lassen!“

Halil Savran fällt weiter aus

Gedanken muss sich Andreas Bergmann auch darüber machen, wie er die eigene Mannschaft aufstellt. Sieht man einmal davon ab, dass sein erfahrenster Stürmer Halil Savran noch mehrere Wochen lang ausfällt, kann der Hansa-Coach am Sonnabend fast wieder aus den Vollen schöpfen. Und damit hat er ein kleines Luxus-Problem, denn er muss sich überlegen, ob er sein erfolgreiches Team vom 2:1-Auswärtssieg in Münster umbauen soll. Immerhin stehen ihm im Vergleich zur Vorwoche seine beiden routiniertesten Akteure wieder zur Verfügung: „Es ist natürlich immer schön, wenn man aus den Engpässen rauskommt und diese Spieler wieder zu uns stoßen. Und es ist auch nicht grundsätzlich so, dass ich eine erfolgreiche Mannschaft nicht umbaue.“

Pelzer erstmals wieder mit dabei

Es bleiben bis zum Wochenende also einige Fragezeichen. Wobei am wahrscheinlichsten ist, dass Milorad Pekovic, der eine Woche zuvor beim 2:1-Heimsieg über den Halleschen FC den zweiten Hansa-Treffer erzielt hatte, bevor er die Gelb-Rote Karte sah, wieder in die Startelf rückt. Dann würde der 36jährige Mittelfeldspieler – nach abgesessener Sperre – das zuletzt in Münster sehr erfolgreiche „Tennis-Doppel“ Tommy+Haas sprengen. Leonhard Haas und Tommy Grupe hatten zuletzt die Doppel-Sechs vor der Abwehr gebildet und zudem je einen Treffer zum 2:1 Auswärtssieg beim SC Preußen Münster beigesteuert! Spielt Pekovic von Beginn an, müsste sicherlich Grupe auf der Ersatzbank Platz nehmen.

Erstmals wieder im 18er-Kader steht am Sonnabend auch Mannschaftskapitän Sebastian Pelzer. Der Innenverteidiger hat seine Mittelfußverletzung auskuriert und trainiert bereits seit Beginn dieser Woche mit der Mannschaft. Ob er allerdings gegen Wacker Burghausen schon wieder auflaufen wird, ließ Andreas Bergmann noch offen: „Er hat ja zuletzt einige Zeit pausiert. Zudem müssen wir natürlich auch abwarten, wer uns am Sonnabend dann tatsächlich zur Verfügung steht. Aktuell können zum Beispiel auch Jörg Hahnel und Manfred Starke wegen einer Erkrankung nicht trainieren. Und es stehen schließlich auch noch ein paar Trainingseinheiten auf dem Programm“, erklärt der Hansa-Coach. Bekanntlich hatte sich Halil Savran seine Gesichts-Fraktur auch nach einem Trainings-Zweikampf zugezogen!