3. Fußball-Liga:

Hansa: Erneut gute Noten, aber keine Punkte

Zwei Elfmeter entschieden die Partie für Heidenheim gegen die Mecklenburger.

Hansa-Coach Andreas Bergmann (links) war sauer über den ersten Elfmeter gegen sein Team.
Andy Bünning Hansa-Coach Andreas Bergmann (links) war sauer über den ersten Elfmeter gegen sein Team.

Fußball-Drittligist Hansa Rostock hat einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen. Eine Woche nach der ersten Saisonniederlage gegen Unterhaching sind die Rostocker auch vom Auswärtsspiel beim 1.FC Heidenheim ohne Punkte nach Hause zurückgekehrt. Vor 8500 Zuschauern in der Voith-Arena hieß es am Ende 0:2 aus Sicht der Gäste, wobei beide Gegentreffer aus verwandelten Foulelfmetern resultierten!

Und vor allem der erste Strafstoß brachte Hansa-Trainer Andreas Bergmann auf die Palme: „Ich bin sprachlos und enttäuscht zugleich. Das betrifft nicht nur die Elfmeter-Entscheidung, sondern auch das arrogante Auftreten des Schiedsrichters. Das war sehr bitter für uns, denn dadurch spiegelt sich jetzt schon zum zweiten Mal in Folge unsere Leistung nicht im Ergebnis wider!“

Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer wollte ein Foulspiel von Sebastian Pelzer an Florian Niederlechner gesehen haben. Doch selbst die beteiligten Spieler verstanden diese Entscheidung nicht. „Wir wollen beide zum Ball gehen, sehen aber, dass der Torwart entgegeneilt, um zu klären. Also bremsen wir und ducken uns ab. Als der Schiri pfeift, dachte ic, es gibt Freistoß für uns“, erklärte Sebastian Pelzer und ergänzte: „Sogar mein Gegenspieler hat mir bestätigt, dass er nicht versteht, warum es Elfmeter gegeben hat!“ Nur der FIFA-Referee zeigte auf den Punkt. Heidenheims Kapitän Marc Schnatterer ließ sich diese Chance nicht entgehen und traf genau unter die Latte.

Von dieser unglücklichen Entscheidung ließen sich die Hanseaten allerdings nicht beirren und erhöhten nun ihrerseits den Druck. Pech hatten sie, als Steven Ruprecht nach einem Haas-Freistoß zum Kopfball kam, der Ball allerdings nur an die Latte prallte (73.). Die Heidenheimer wiederum konnten sich nun über größere Räume freuen und so lief der eingewechselte Routinier Michael Thurk plötzlich allein auf Torhüter Johannes Brinkies zu. Als der Heidenheimer links am Hansa-Keeper vorbei wollte, warf sich dieser in den Weg. Schiedsrichter Kinhöfer zeigte zum zweiten Mal auf den Punkt und diesmal gab es keine Proteste, auch wenn sich Pelzer über die Aktion seines Torhüters ärgerte, denn „eigentlich läuft der Thurk ja aus dem Strafraum raus!“ Marc Schnatterer versenkte den Ball diesmal genau ins linke untere Eck und damit war sieben Minuten vor dem Abpfiff die Vorentscheidung gefallen. Und Andreas Bergmann ärgerte sich über „eine ganz bittere Niederlage. Wir waren mehr als ebenbürtig.“

Innerhalb der englischen Woche gastiert bereits am Mittwoch ab 19 Uhr Jahn Regensburg, in der Rostocker DKB-Arena. „Da müssen wir eine Trotzreaktion zeigen“, fordert Kapitän Pelzer.

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