3. Liga:

Hansa gewinnt das Nordderby

Plat und Savran drehen das 1000. Auswärtsspiel für die Rostocker in Osnabrück.

Trainer Andreas Bergmann führt Hansa auf den Erfolgsweg.
Andy Bünning Trainer Andreas Bergmann führt Hansa auf den Erfolgsweg.

Die Hansa-Kogge schwimmt auch nach dem vierten Spieltag der dritten Liga weiter auf einer Erfolgswoge und hatte am  Sonnabend gleich doppelten Grund zum Feiern. Das 1000. Auswärtsspiel der Vereinsgeschichte wurde beim zuvor noch verlustpunktfreien Tabellenzweiten VfL Osnabrück knapp, aber nicht unverdient, mit 2:1 gewonnen. Punktgleich mit Spitzenreiter 1.FC Heidenheim, bei dem sie am 31. August ihr nächstes Auswärtsspiel bestreiten, belegen die Rostocker aktuell den dritten Tabellenplatz.

Dabei mussten die Hanseaten in Osnabrück – erstmals überhaupt in dieser Saison – einem Rückstand hinterherlaufen. Als Michael Hohnstedt – mit dem Rücken zum Tor – nach 24 Minuten einen per Kopf verlängerten Einwurf plötzlich volley nahm, war Hansa-Torhüter Johannes Brinkies machtlos: „So ein Ding genau in den Winkel, das macht er garantiert auch nicht alle Tage“, ärgerte sich der Rostocker Keeper, der mit dem Verhalten seiner Vorderleute insgesamt zufrieden sein konnte: „Schon in der ersten Halbzeit haben wir hinten kaum etwas zugelassen.“

Der Rostocker Trainer Andreas Bergmann hatte Glück, dass seine Pausenansprache fruchtete, auch wenn die erste große Gelegenheit nach dem Seitenwechsel noch ausgelassen wurde. Als Johan Plat einen missglückten Rückpass von David Pisot erlaufen und Torhüter Fernandes umspielt hatte, vollendete er nicht resolut genug, so dass Abwehrspieler Sebastian Neumann den flach geschobenen Ball noch klären konnte. „Ich habe einfach zu lange überlegt und mir es damit selbst zu kompliziert gemacht“, versuchte Johan Plat nach der Partie die vergebene Großchance zu erklären, konnte gleichzeitig aber auch schon wieder lächeln, denn nur eine Minute später hatte er den Ausgleichstreffer dann doch noch erzielen können. „Der Eckball von Leo Haas war aber auch richtig gut getreten“, freute sich der beste Hansa-Torschütze der Vorsaison, der – am langen Pfosten stehend – per Kopf seinen ersten Saisontreffer erzielen konnte.

Fast hätte Trainer Andreas Bergmann auch noch einen dritten verletzungsbedingten Wechsel vornehmen müssen, doch Halil Savran biss nach einem Zusammenprall die Zähne zusammen, ließ sich die blutende Wunde über dem linken Auge „tuckern“ und kam wieder auf das Spielfeld zurück. Und das sollte sich lohnen, denn drei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit war der Hansa-Stürmer zur Stelle.

 

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