3. Fußball-Liga:

Hansa hofft auf den krönenden Abschluss

In der 3. Fußball-Liga stehen vor der Winterpause noch drei Spieltage auf dem Programm. Der FC Hansa Rostock ist bereits am Freitag in Aktion, wenn ab 19 Uhr in der Wiesbadener BRITA-Arena das Auswärtsspiel beim Tabellennachbarn SV Wehen Wiesbaden steigt.

Freude bei den Hansa-Spielern nach dem Sieg gegen Erfurt.
Bernd Wüstneck Freude bei den Hansa-Spielern nach dem Sieg gegen Erfurt.

Die Hessen hatten unter Ex-Hansa-Coach Peter Vollmann einen glänzenden Saisonstart hingelegt, waren nach sechs Spieltagen mit 16 von 18 möglichen Punkten Tabellenführer und hatten nach dem achten Spieltag bereits fünf Punkte Vorsprung auf Relegationsrang drei. Doch nach fünf sieglosen Begegnungen und der ersten Heimniederlage gegen Unterhaching (0:2) trennte man sich überraschend von Peter Vollmann, obwohl die Mannschaft zu diesem Zeitpunkt nur einen Punkt Rückstand auf Platz drei hatte.

Einen Punkt Rückstand auf Rang drei haben die Fußballer aus der hessischen Landeshauptstadt auch aktuell. Nach der Vollmann-Beurlaubung sind sie zwar ungeschlagen geblieben, konnten von fünf Spielen allerdings nur eines gewinnen. Wie beim FC Hansa stehen 28 Punkte zu Buche – aufgrund der besseren Tordifferenz sind die inzwischen von Marc Kienle trainierten Wiesbadener Tabellenvierter. In der BRITA-Arena steigt am Freitag also ein Verfolgerduell, dessen Sieger sich in der Hinrundentabelle auf Rang drei verbessern würde, wenn sich der FC Rot-Weiß Erfurt zu Hause gegen den 1. FC Saarbrücken einen Ausrutscher erlauben und nicht gewinnen würde.

Neubrandenburger Jänicke bei Wehen im Team

Zum Kader des SVWW gehören vier ehemalige Hanseaten, darunter mit dem Neubrandenburger Tobias Jänicke sowie den beiden Schwerinern Robert Müller und Stephan Gusche drei waschechte Mecklenburger. Vierter im Bunde ist der Ostwestfale Michael Wiemann, der – ebenso wie Jänicke und Müller – auch nach dem Trainerwechsel weiterhin Stammspieler bei den Wiesbadenern ist. Stephan Gusche hingegen hatte sich schon am zweiten Spieltag der aktuellen Saison einen Kreuzbandriss zugezogen und befindet sich momentan im Aufbautraining.

Beim FC Hansa droht erneut der Ausfall von Mittelfeld-Routinier Milorad Pekovic, dem nach seiner Erkältung nun auch noch muskuläre Probleme zu schaffen machen und der deshalb in dieser Woche noch nicht trainieren konnte. „Er ist immer noch krank, es macht keinen Sinn, ihn mitzunehmen. Und auch Robin Krauße fällt mit seinem Nasenbeinbruch aus“, erklärt Trainer Andreas Bergmann, der seinen 18er-Kader für das Spiel in Wiesbaden somit aus 20 einsatzfähigen Spielern nominieren muss.

Auch der Hansa-Coach weiß, „dass es sich von der Tabellensituation her um ein Verfolgerduell handelt. Aber das ist mir egal, denn es geht noch nicht um Tabellenplätze, sondern nur um dieses eine Spiel, das wir natürlich gewinnen wollen“. Ihm ist aber auch klar, wie schwierig diese Aufgabe wird: „Wehen Wiesbaden ist eine stark besetzte Mannschaft mit einer guten Offensive. Wenn wir dort eine Chance haben wollen, müssen wir alles abrufen, im Vergleich zum Erfurt-Spiel noch einmal eine Schippe drauflegen. Wir müssen noch ballsicherer und konsequenter agieren, dürfen uns nicht phasenweise wieder so tief fallen lassen. Wir wollen unser Spiel durchsetzen.“