Mit einem Sieg in den Advent:

Hansa ist heiß auf Rot-Weiß

Einfache Rechnung für Drittligist Rostock: Mit einem Heimerfolg am Sonnabend gegen Erfurt stünde man dicht vor den Aufstiegsrängen. Aber Vorsicht: Die Thüringer sind nicht von Pappe – drei Mal konterten sie sich zuletzt zu Erfolgen. Die Küstenkicker sind gewarnt.

David Blacha, Julian Jakobs und Nikolas Ionaodis jubeln.
Andy Bünning David Blacha, Julian Jakobs und Nikolas Ionaodis jubeln.

Sieben Siege sowie vier Unentschieden und damit 25 Punkte stehen nach 17 absolvierten Spieltagen der laufenden Drittliga-Saison für den FC Hansa Rostock zu Buche. An den vergangenen vier Spieltagen wurden zehn von zwölf möglichen Punkten geholt und dabei zwei 2:1-Auswärtssiege gefeiert – zuletzt beim Zuhause noch ungeschlagenen Tabellenzweiten RB Leipzig. Die Hanseaten hoffen nun, dass die Serie hält. Bevor die Hanseaten am 6. Dezember beim Tabellenfünften SV Wehen Wiesbaden antreten müssen, empfangen sie am Sonnabend zunächst den Tabellendritten FC Rot-Weiß Erfurt, der mit dem erfolgreichsten Angriff der 3. Liga in die Rostocker DKB-Arena kommt.

Auch Hansa-Trainer Andreas Bergmann weiß: "Die Erfurter haben schon 30 Tore geschossen und sind sehr spielstark, wenn man sie nicht richtig bearbeitet. Sie praktizieren ein schnelles Umkehrspiel und sind auch bei Standards gefährlich." Ihm ist klar, dass seine Mannschaft „aufmerksam und taktisch diszipliniert“ auftreten muss, betont aber gleichzeitig: "Wie das Spiel ausgeht, hängt natürlich auch immer davon ab, ob der Gegner einen guten oder schlechten Tag erwischt hat."

Personalprobleme im Mittelfeld

Nachdem die Erfurter die vergangenen drei Meisterschaftsspiele gegen Chemnitz (1:0), in Dortmund (3:0) und gegen Darmstadt (3:0) ohne Gegentreffer gewonnen haben, rechnen sie sich natürlich auch in Rostock etwas aus. Den Hanseaten hingegen ist es in der laufenden Saison überhaupt noch nicht gelungen, ein Drittliga-Punktspiel ohne Gegentor zu gewinnen! Und ausgerechnet vor dem Spiel gegen die Thüringer gibt es große Personalprobleme im defensiven Mittelfeld, denn der Doppel-Sechs droht der Doppel-Ausfall. Während der aktuelle Mannschaftskapitän Leonhard Haas wegen einer Gelb-Sperre ausfällt, ist mit Milorad Pekovic der erfahrenste Hansa-Akteur erkrankt und konnte an den vergangenen Tagen nicht trainieren. "Bei ihm dürfte es sehr sehr eng werden. Aber das gibt anderen Spielern die Möglichkeit, ihre Chance zu ergreifen", erklärt Andreas Bergmann.

Noch keine Entscheidung sei in der Torwartfrage gefallen, nachdem der 20-jährige Stamm-Keeper Johannes Brinkies zuletzt zwei Mal patzte. Die Hanseaten rechnen am Sonnabend wieder mit über 10 000 Fans. Sollte gegen den Tabellendritten der vierte Heimsieg eingefahren werden, würde man den Rückstand auf die Erfurter bis auf einen Punkt verkürzen. Das wäre dann ein schönes Geschenk für die Hansa-Fans am Vorabend des 1. Advent.

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