Ostseestädter Kicker im Aufwärtstrend:

Hansa klopft vorsichtig oben an

Gegen Erfurt kann der Drittligist aus Rostock seine erfolgreiche Serie fortsetzen. Nun geht es zum punktgleichen Wehen Wiesbaden.

Jubelnde Hansa-Kicker nach dem 1:0-Erfolg gegen Erfurt. Der positive Trend hält an.
Andy Bünning Jubelnde Hansa-Kicker nach dem 1:0-Erfolg gegen Erfurt. Der positive Trend hält an.

Vor dem letzten Oktober-Wochenende belegten die Drittliga-Fußballer des F.C. Hansa Rostock noch den 15. Tabellenplatz – bei nur drei Zählern Vorsprung auf den Achtzehnten Stuttgarter Kickers wurde bereits über die Zukunft von Trainer Andreas Bergmann diskutiert. Doch Ende November sieht die Welt schon wieder ganz anders aus – nach 13 von 15 möglichen Punkten aus den vergangenen fünf Meisterschaftsspielen klopfen die Rostocker nun sogar an die Tür zum Relegationsplatz. Der Rückstand auf den Tabellendritten FC Rot-Weiß Erfurt, gegen den am vergangenen Sonnabend mit 1:0 gewonnen wurde, beträgt vor dem letzten Spieltag der ersten Halbserie nur noch einen Zähler. Und diesen positiven Trend wollen die Rostocker nun möglichst auch am kommenden Freitag fortsetzen, wenn sie beim punktgleichen Tabellenvierten SV Wehen Wiesbaden antreten. „Das wird sicherlich erneut eine ganz intensive Partie, aber wir können jetzt natürlich mit großem Selbstvertrauen nach Wiesbaden fahren“, freut sich Chef-Coach Andreas Bergmann.

Der 1:0 Heimsieg über Erfurt war für den Rostocker Trainer „ein verdienter Sieg. Dabei hat uns das schnelle 1:0 natürlich in die Karten gespielt.“ Erst eine halbe Minute war gespielt, als Julian Jakobs den Ball durch die Schnittstelle der Abwehr spielte, David Blacha ihn erlaufen konnte und unter Torhüter Philipp Klewin hindurch in die Maschen beförderte. Die Hanseaten hatten den Anstoß ausgeführt und nach 15 Ballkontakten – ohne, dass ein Erfurter das Leder berührt hatte – das Tor des Tages erzielt. Es war der fünfte Saisontreffer des 23jährigen Mittelfeldspielers, der sich damit an die Spitze der Hansa-Torschützenliste setzte. Eine Woche zuvor hatte David Blacha auch beim Gastspiel in Leipzig die 1:0 Pausenführung der Hanseaten erzielt, bevor Johan Plat dort kurz nach der Pause auf 2:0 erhöhen konnte.

Fast wäre es auch gegen Erfurt so gekommen, denn eineinhalb Minuten nach dem Seitenwechsel lag das 2:0 in der Luft. Nach einer Jakobs-Eingabe von rechts nahm Johan Plat den Ball schulmäßig mit der Brust an, legte ihn sich noch einmal vom linken auf den rechten Fuß, traf dann aber nur die Latte! „Eigentlich hat er ja alles richtig gemacht, es war einfach Pech. Schade, denn ein zweites Tor zu diesem Zeitpunkt hätte unserem Spiel unheimlich gutgetan“, erklärte Andreas Bergmann. Und Jörg Hahnel, der diesmal den Vorzug vor Johannes Brinkies im Hansa-Tor erhalten hatte, gestand: „Da hatte ich eigentlich schon zum Jubeln angesetzt.“ Doch es blieb spannend. Und als Denis Weidlich plötzlich den Ball nicht richtig traf, brannte es auf einmal lichterloh vor dem Hansa-Gehäuse. Doch Jonas Nietfeld, der nur noch den Rostocker Keeper vor sich hatte, zögerte einen Moment zu lange. So konnte der heransprintende Alex Mendy noch klären.

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