Landespokal:

Hansa will bei Greif auf Nummer sicher gehen

Sonnabend steigt ein Pokal-Hit in der Torgelower Gießerei-Arena: Der Rostocker Drittligist muss beim Oberligisten antreten. Die Gastgeber hoffen auf eine volle Hütte und die große Überraschung.

Werden sich wohl wiedersehen: Hansas Steven Ruprecht (rechts)und Lukas Krüger von Greif.
Andy Bünning Werden sich wohl wiedersehen: Hansas Steven Ruprecht (rechts)und Lukas Krüger von Greif.

Vor gut drei Monaten gastierte Fußball-Drittligist Hansa Rostock zuletzt beim Torgelower SV Greif – am 5. August kamen die Rostocker zu einem Benefizspiel in die Gießerei-Arena und gewannen mit 6:2. Genau 103 Tage später treffen beide Mannschaften nun an gleicher Stelle erneut aufeinander. Am Sonnabend ab 12.30 Uhr geht es in Torgelow allerdings nicht mehr um die finanzielle Rettung des gastgebenden Regionalliga-Absteigers, sondern um den Einzug in das Halbfinale des Landespokals.

Vor einem Jahr siegten die Küstenkicker

Im Rahmen des Landespokals trafen beide Teams schon in der vergangenen Saison aufeinander – das Achtelfinalspiel am 13. Oktober 2012 hatten die Hanseaten mit 2:0 Toren gewonnen. Und auch im dritten Duell innerhalb von nur 13 Monaten sind die Rostocker nun wieder favorisiert – allerdings nicht nur, weil die Torgelower zuletzt schwächelten und mit nur einem Punkt aus den vergangenen fünf Meisterschaftsspielen auf den elften Tabellenplatz zurückgefallen sind. Hansa hat an den vergangenen drei Drittliga-Spieltagen sieben Punkte gesammelt und will nun auch im Pokalwettbewerb die nächste Hürde nehmen.

Unterschätzt werden soll der zwei Klassen tiefer spielende Gastgeber dabei auf keinen Fall. „Das ist ein Pflichtspiel, das wir sehr ernst nehmen“, betont Trainer Andreas Bergmann und wird „höchstens auf ein, zwei Positionen rotieren.“ Auf jeden Fall ist – wie schon bei den beiden zurückliegenden Pokalspielen in Kühlungsborn und Malchow – wieder ein Wechsel auf der Torhüterposition geplant. „Es ist wichtig, dass Jörg Hahnel auch hin und wieder Spielpraxis hat.“

Da sich Nikolaos Ioannidis am Mittwoch dieser Woche krank gemeldet hat, wird der Hansa-Trainer wohl Stürmer Johan Plat, der zuletzt nach Verletzungspause ein knapp 20minütiges Comeback feierte, ins kalte Wasser werfen. Ob Andreas Bergmann weitere Experimente wagt, ist ebenso unwahrscheinlich wie die Rückkehr des wieder genesenen Kapitäns Sebastian Pelzer. Immerhin war die neu formierte Abwehr in den vergangenen drei Spielen nahezu fehlerlos geblieben.

„Es gibt keinen Schönheitspreis“

Im Mittelfeld dürfte es ebenfalls keine Änderungen geben, sodass Julien Jakobs die Chance bekommen wird, endlich sein erstes Pflichtspieltor zu markieren. Der 23-jährige Außenbahn-Spezialist weiß, „dass wir an diese Begegnung genauso herangehen müssen wie an ein Meisterschaftsspiel. Es wird wahrscheinlich keinen Schönheitspreis geben, es zählt nur das Weiterkommen. Und dabei spielt auch keine Rolle, wie hoch man gewinnt. In jedem Fall sind wir gewarnt, dass wir kein Prozent nachlassen dürfen. Sonst könnte es eng werden.“

Möglicherweise denkt der Mittelfeldspieler dabei auch noch an das Achtelfinalspiel beim Malchower SV, der zu diesem Zeitpunkt nur einen Punkt aus acht Oberliga-Punktspielen geholt hatte. Erst in der Schlussminute war den Hanseaten der 4:2-Siegtreffer gelungen! Und nun trifft man auf die Torgelower, die aus ihren sechs Oberliga-Heimspielen der laufenden Saison nur einen einzigen Punkt holen konnten. Genau deshalb sagt Greif-Coach Tomasz Grzegorczyk: „Das ist unser leichtestes Spiel, da niemand etwas von uns erwartet. Aber vielleicht schaffen wir die Überraschung. Die bei der 0:1-Niederlage in Neubrandenburg gesperrten Marcin Mista und Jandt werden wieder dabei sein. Also Vorhang auf für das „Projekt Pokal-Überraschung“.

Weitere Pokalansetzungen:

1. FC Neubrandenburg–Pommern Greifswald, VFC Anklam–Anker Wismar, FSV Bentwisch–Sievershäger SV.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung