3. Liga:

Hansas nächstes Spiel geht wieder bei Null los

Wenn der FC Hansa Rostock am Sonnabend zum ersten Heimspiel der Drittliga-Rückrunde die Mannschaft des SV 07 Elversberg in der DKB-Arena empfängt, werden vor allem bei Hansa-Kicker David Blacha Erinnerungen wach.

Derzeit bester Torschütze des FC Hansa Rostock: David Blacha
Andy Bünning Derzeit bester Torschütze des FC Hansa Rostock: David Blacha

Am zweiten Spieltag beim 2:1 Auswärtssieg über die Saarländer hatte der damals 22jährige nicht nur die beiden ersten Saisontore des FC Hansa erzielt, sondern auch seine ersten beiden Meisterschaftstore im Männerbereich überhaupt. „Natürlich bleibt so etwas in Erinnerung, auch in ein paar Jahren noch. Doch aktuell darf das keine Bedeutung haben, denn wir konzentrieren uns nur auf das nächste Spiel. Und das geht wieder bei Null los!“

"Möglicherweise wird wieder Geduld gefragt sein"

Auch die jüngere Vergangenheit will der gebürtige Westfale, der bei den zurückliegenden drei Siegen gegen die Top-Teams aus Leipzig, Erfurt und Wiesbaden jeweils die wichtige 1:0 Führung erzielt hatte, möglichst ausblenden: „So etwas kann man nicht kopieren. Jede Spielsituation ist anders und hängt auch immer vom Gegner ab. Wir dürfen uns auch von den letzten Ergebnissen gegen die Spitzenmannschaften nicht blenden lassen. Möglicherweise wird auch gegen Elversberg wieder Geduld gefragt sein. Doch wir wollen natürlich unsere zuletzt sehr guten Leistungen in den Auswärtsspielen jetzt auch zuhause unter Beweis stellen.“

Dass er aktuell mit sechs Saisontoren sogar bester Torschütze seiner Mannschaft ist, kommt für David Blacha nicht völlig überraschend. „Ich spiele jetzt bei Hansa wieder eine viel offensivere Rolle als bei meinen vorherigen Vereinen. So weit vorn hatte ich zuletzt im Juniorenbereich spielen dürfen und auch da habe ich meine Tore gemacht“, erklärt der Sohn polnischer Eltern, der im Jugendbereich von erfahrenen Trainer bei Borussia Dortmund vielseitig ausgebildet wurde, aber auch für die Nachwuchs-Nationalmannschaften des östlichen Nachbarlandes zum Einsatz gekommen war.

Mittelfeldspieler fühlt sich an der Küste wohl

Beim FC Hansa fühlt sich der Mittelfeldspieler, der zumeist auf der rechten offensiven Außenbahn aufgeboten wird und noch kein Meisterschaftsspiel verpasst hat, sehr wohl.

„Für mich persönlich lief es so, wie ich es mir erhofft habe. Schön, dass sich jetzt auch für die Mannschaft wieder die Erfolge eingestellt haben. Doch selbst in jener Phase, in der es nicht nach Wunsch lief, bin ich gereift. Man lernt, weiter hart zu arbeiten und sich nicht unterkriegen zu lassen. Insgesamt bin ich viel stabiler geworden.“

Am Ziel seiner persönlichen Entwicklung sieht sich David Blacha allerdings noch lange nicht: „Wer glaubt, dass er bereits das Maximale aus sich herausgeholt hat, wird automatisch wieder zurückgeworfen“, erklärt der nur 1,74 Meter große Wirbelwind, der gleichzeitig hofft, dass auch die mannschaftliche Entwicklung noch weiter gehen wird.

Kein Kommentar zur aktuellen Tabellensituation

„Wenn wir weiterhin so konzentriert agieren, können wir die Punkte, die wir in den letzten Spielen geholt haben, noch vergolden“, weiß David Blacha, dass der dritte Tabellenplatz nach dem 19. Spieltag keine Eintagsfliege sein muss.

Auch, wenn er – wie alle Spieler – kein Wort über die aktuelle Tabellensituation verlieren will. Und dies vielleicht aus gutem Grund: Als die Hanseaten (nach dem 4. Spieltag) schon einmal Tabellendritter waren, folgte bekanntlich eine Negativserie mit nur fünf Punkten aus neun Spielen.

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