Ironman:

Hawaii-Dritter hofft auf perfekten Tag

Nach einem schwierigen Jahr hat Sebastian Kienle mit Platz drei beim Ironman auf Hawaii einen hervorragenden Saisonabschluss geschafft.

Nach 8:19:24 Stunden glücklich im Ziel: Der Karlsruher Sebastian Kienle belegte beim Ironman Platz drei.
Bruce Omori Nach 8:19:24 Stunden glücklich im Ziel: Der Karlsruher Sebastian Kienle belegte beim Ironman Platz drei.

 Sebastian Kienle hat erstmals beim Ironman auf Hawaii den Sprung auf das Podium geschafft. Der Triathlet aus Karlsruhe musste im Ziel auf dem berühmten Alii Drive in Kailua-Kona nur dem Belgier Frederik van Lierde und dem Australier Luke McKenzie den Vortritt lassen. Der 29-Jährige lag nach 3,86 Kilometern Schwimmen, 180,2 Kilometern Radfahren und 42,195 Kilometern Laufen 6:56 Minuten hinter van Lierde, der sich als zweiter Belgier in 8:12:29 Stunden den WM-Titel sicherte.

In Timo Bracht aus Eberbach als Neunter und Faris Al-Sultan aus München als Zehnter kamen zwei weitere Deutsche unter die Top Ten. Der als Mitfavorit gehandelte Rostocker Andreas Raelert musste kurz nach dem Wechsel vom Rad zum Laufen wegen einer Verletzung aufgeben.

Kienle hatte zu Beginn der Saison erst mit einer Sprunggelenk-Verletzung und dann mit einer bakteriellen Infektion zu kämpfen. Dennoch kam er rechtzeitig in Form. „Ich bin superglücklich“, sagte Kienle dem Hessischen Rundfunk. „Ich muss sagen, ich bin wirklich stolz, dass ich das durchgebracht habe. Ich habe sicherlich zehnmal gedacht, bleib einfach stehen.“ Es sei wieder einen Schritt nach vorne gegangen, stellte der Vorjahres-Vierte fest. „Ich denke, ich werde noch den perfekten Tag haben“, meinte der zweimalige Weltmeister über die halb so lange Strecke. Genau den erwischte van Lierde. Er war trotz seines dritten Platzes 2012 bestenfalls im erweiterten Kreis der Sieganwärter gehandelt worden. „Ich habe nach dem letzten Jahr daran geglaubt, dass ich das Rennen gewinnen kann. Das ist das Beste, das ich jemals erlebt habe“, sagte der 34-Jährige, Eine große Show lieferte die Australierin Mirinda Carfrae. Die 32-Jährige holte sich zum zweiten Mal nach 2010 den WM-Titel – in Rekordzeit. In 8:52:14 Stunden verbesserte sie die alte Bestmarke der Britin Chrissie Wellington. Wellington hatte 2009 bei ihrem dritten von vier Siegen 8:54:02 Stunden gebraucht.

Herausragend war Carfraes Zeit von 2:50:35 Stunden für die Marathonstrecke. Selbst im Feld ihrer männlichen Profi-Kollegen waren nur der Belgier Bart Aernouts (2:44) und der Spanier Ivan Rana (2:47) schneller.

Die beiden Britinnen Rachel Joyce und Liz Blatchford belegten die Ränge zwei und drei. Beste Deutsche bei diesem Rennen war Kristin Möller aus Erlangen, die als 15. ins Ziel kam.

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