Boxkampf Murat gegen Hopkins:

„Ich beende seine Karriere“

Karo Murat (25-1-1, 15 K.o.‘s) kann es kaum noch abwarten, gegen Bernard Hopkins (53-6-2, 32 K.o.‘s) in den Ring zu steigen. Ein Erfolg in der Nacht vom 26. auf den 27. Oktober gegen den IBF-Weltmeister aus den USA und Murat wäre ein Star. Wie sich der 30-jährige Herausforderer auf das WM-Duell in Atlantic City vorbereitet, verrät er im Interview mit Franz Spitzdraht.

Boxer Karo Murat (rechts), hier im Kampf gegen Cristian Sanavia in Neubrandenburg, will Ende Oktober durch seinen Kampf gegen Bernard Hopkins zur Legende und endlich berühmt werden.
Heiko Brosin Boxer Karo Murat (rechts), hier im Kampf gegen Cristian Sanavia in Neubrandenburg, will Ende Oktober durch seinen Kampf gegen Bernard Hopkins zur Legende und endlich berühmt werden.

In der Nacht vom 26. auf den 27. Oktober treffen Sie auf IBF-Halbschwergewichts-Champion Bernard Hopkins. Welche Bedeutung hat dieser Kampf für Sie?

Es ist die Chance meines Lebens. Hopkins ist mehrfacher Weltmeister und mit 48 Jahren schon jetzt eine Legende des Boxsports. Ich hätte mir keine besseren Umstände für meinen ersten WM-Fight vorstellen können.

Heißt das auch, dass Sie noch härter in der Vorbereitung an sich arbeiten?

Ich gebe im Training immer alles, denn nur so ist es möglich, eine gute Leistung im Kampf abzurufen. Doch eine gute Leistung allein wird nicht ausreichen, um Hopkins zu entthronen.

Daher habe ich vor allem an meiner mentalen Stärke gearbeitet. Sich durchzubeißen und immer wieder dahingehen, wo es schmerzt – das kann in so einem Kampf die Entscheidung herbeiführen.

Sie sind 30 Jahre alt – Hopkins könnte mit 48 Jahren Ihr Vater sein. Wie groß ist Ihr Respekt für den Gegner?

Ich werde Hopkins auf keinen Fall unterschätzen. Er ist eine Ausnahmeerscheinung und kann sich immer noch auf den Punkt in Form bringen. Ich glaube aber, dass ich einfach mehr Energie als Hopkins habe. Ich muss ihn nur fordern und an seine physischen Grenzen führen. Dann kann ich ihm wehtun und ihn besiegen.

Ihr letzter Ringauftritt liegt inzwischen fast eineinhalb Jahre zurück. Stellt das ein Problem für Sie dar?

Der letzte offizielle Kampf liegt schon eine Weile zurück, doch in der Zwischenzeit habe ich viele Sparringseinheiten absolviert. Jeder Boxer hat einen unterschiedlichen Rhythmus, in dem er Kämpfe bestreiten muss, um nicht einzurosten. Ich bin jemand, den man ins kalte Wasser werfen kann.

Für das Duell mit Hopkins müssen Sie in die USA reisen...

Und darauf freue ich mich wirklich schon riesig. Wer etwas im Boxsport erreichen will, muss sich in den Staaten mit den Besten messen. Im Endeffekt findet der Kampf sowieso in einem Ring statt. In welchem Land der steht, das ist egal.

Wenn Sie in den USA siegen, was passiert dann?

Dann bin ich über Nacht weltberühmt. Es geht nicht einfach nur darum, Weltmeister zu werden. Die Leute sollen danach endlich wissen, wer ich bin. Ich möchte nicht der Typ sein, der gegen Hopkins geboxt hat. Ich will Karo Murat sein, der eine Boxlegende schlug.

Wie groß ist denn Ihre Überzeugung, dass es so weit kommt?

Ich schließe jeden Abend die Augen und stelle mir vor, wie ich den Kampf gegen Bernard Hopkins gewinne. Im Endeffekt liegt der WM-Titel zwischen uns und es geht darum, wer mit seinem Stil im Ring dominieren wird. Ich werde Hopkins unter Druck setzen und ihn gar nicht zum Zug kommen lassen. Damit werde ich seine Karriere dann beenden und starte selbst dafür so richtig durch.

 

Den Kampf zwischen Karo Murat und Bernard Hopkins und weitere Boxduelle gibt es bei der langen Nacht des Boxens am 26. Oktober ab 22.10 Uhr live in der ARD zu sehen.

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