Skispringen:

Katerstimmung nach Freunds bösem Absturz

Ernüchternd: Die deutschen Skispringer habenbeim Neujahrsspringender Vierschanzentournee vergeblich auf einenPodestplatz gehofft.Beim Sieg des Österreichers Thomas Diethart wird Andres Wellinger Fünfter. Severin Freund patzt.

Schwacher Sprung vor Zugspitzen-Kulisse: Serverin Freund verspielte seine Tournee-Chancen.
Daniel Karmann Schwacher Sprung vor Zugspitzen-Kulisse: Serverin Freund verspielte seine Tournee-Chancen.

Severin Freund saß nach seinem kapitalen Fehlstart ins Olympia-Jahr längst im Teamcontainer, als Martin Schmitt auf seiner Abschiedstournee noch einmal das Bad in der Menge genoss. Mit dem Halbzeit-Aus beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen verspielte Freund die letzte Chance auf einen deutschen Podiumsplatz in der Gesamtwertung der Vierschanzentournee. Andreas Wellinger als bester deutscher „Adler“ auf Rang fünf und Richard Freitag als Neunter sorgten beim Sieg des Österreichers Thomas Diethart zumindest für einen kleinen Lichtblick.Auch Routinier Schmitt hatte nach Rang 27 gut lachen und wurde bei seinem letzten Auftritt in Garmisch-Partenkirchen frenetisch gefeiert. „Das war traumhaft. Ich habe alles aufgesogen und es genießen können“, sagte Schmitt.Newcomer Diethart flog mit 141 und 140,5 Metern der Konkurrenz um Landsmann Thomas Morgenstern und Simon Ammann aus der Schweiz davon und fährt als Gesamtführender nach Innsbruck. „Ein geiles Gefühl“, fand der 21-Jährige.Bei den Deutschen patzte dagegen ausgerechnet Frontmann Freund und verstärkte mit seinem Halbzeit-Aus die Misere. „Wir haben derzeit ein Problem: Wir haben keine klare Hierarchie im Team. Die muss sich wieder einstellen“, erklärte Bundestrainer Werner Schuster.Freund, der mit 130 Metern sein K.o.-Duell gegen den Japaner Taku Takeuchi verlor und – anders als Michael Neumayer und Schmitt – auch nicht unter die besten Lucky Loser kam, stand die Enttäuschung über das Ende aller Tournee-Chancen ins Gesicht geschrieben. „Ich habe gedacht, dass ich stabiler bin. Es hat wieder nicht gereicht. Das ist sehr schade, aber ich bin einfach schlecht gesprungen“, bilanzierte der 25 Jahre alte Bayer. Die weiteren Stationen in Innsbruck und Bischofshofen will er nun dazu nutzen, „wieder in die Spur zurückzufinden“.Wie Freund erlebte auch Marinus Kraus einen brutalen Absturz. Der 22-Jährige, beim Auftakt in Oberstdorf als Achter noch bester deutscher Springer, schied auf Rang 35 ebenfalls im ersten Durchgang aus.Dafür meldete sich Wellinger eindrucksvoll zurück. Der 18 Jahre alte Youngster flog auf 134 und 134,5 Meter. Zum dritten Platz, den Ammann hinter Morgenstern belegte, fehlten 11,3 Punkte. „Ich bin natürlich sehr zufrieden“, sagte Wellinger.

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