2. Bundesliga:

Last-Minute-Einkauf versenkt Cottbus

Der 1. FC Köln schockt den eigentlich so heimstarken FC Energie. Rückkehrer Helmes eröffnet den Torreigen und lässt die FC-Fans jubeln. Cottbus zeigt sich desaströs.

Kölns Patrick Helmes (2.v.r.) trifft gegen Energies Torwart Robert Almer zum 1:0.
Thomas Eisenhuth Kölns Patrick Helmes (2.v.r.) trifft gegen Energies Torwart Robert Almer zum 1:0.

Patrick Helmes ist der neue Albtraum des FC Energie. Der Kölner Rückkehrer feierte ein starkes Comeback und führte den Ex-Erstligisten in Cottbus zu einem klaren Sieg. Die Gäste vom Rhein fegten im Montagsspiel der 2. Fußball-Bundesliga den FC Energie mit 4:0 (3:0) aus dem Stadion der Freundschaft. „Zum vergessen, das ist sehr bitter“, kommentierte Energie-Torwart Robert Almer die Pleite: „Wir können uns nur bei den Fans entschuldigen.“

Schon nach 1:49 Minuten schockte Helmes die Gastgeber mit der Kölner Führung. Anthony Ujah legte vor 10 406 Zuschauern, davon 800 aus Köln, mit seinem dritten und vierten Saisontor gegen schwache Cottbuser schnell nach (8. und 28.). Slavomir Peszko sorgte für den Endstand (67.).

Damit bleiben die „Geißböcke“ auch nach dem 7. Spieltag als einziges Zweitligateam unbezwungen und sind als Tabellendritter (13 Punkte) dem Führungsduo 1. FC Union Berlin und Greuther Fürth (je 14) auf den Fersen. „Es war nicht geplant, dass wir so offen spielen“, bemerkte Energie-Coach Rudi Bommer.

Über fünf Jahre nach seinem letzten Tor für die Kölner im Mai 2008 gegen Augsburg gelang Helmes, der als Last-Minute-Einkauf vom VfL Wolfsburg gekommen war, ein Wiedereinstand nach Maß. Einen Schuss von Ujah bugsierte Energie-Schlussmann Almer direkt vor die Füße von Helmes, der keine Mühe hatte. Cottbus zeigte sich desaströs. Sechs Minuten später war der 13-malige Nationalspieler Helmes Vorbereiter für den Nigerianer Ujah. Und wie beim 0:1 sah Österreichs Nationaltorhüter Almer, der jüngst gegen Deutschland noch stark gespielt hatte, beim 0:3 durch Ujah schlecht aus.

„Da fehlt es ziemlich an allem“, kommentierte Energie-Präsident Ulrich Lepsch schon zur Halbzeit die Pleite. Zumindest zeigte Cottbus Moral, erarbeitete sich nach der Pause einige Tormöglichkeiten. Doch wie schon vor der Pause scheiterten Marco Stiepermann und Erik Jendrisek. Mit weiter acht Punkte und Tabellenplatz 13 müssen sich die Lausitzer nun erst einmal nach hinten orientieren.

Für Energie war es die erste Heimniederlage in der laufenden Saison und die erste überhaupt seit dem 14. April diesen Jahres (0:2 gegen Bochum). Höher hat Energie im eigenen Stadion in Liga eins und zwei überhaupt erst einmal verloren, 0:5 gegen 1860 München in der Spielzeit 2011/12.

„Das war ein rabenschwarzer Tag“, brachte Verteidiger Julian Börner die Cottbuser Leistung auf den Punkt. „Wir haben in der ersten Halbzeit unterirdisch gespielt“, räumte Offensivmann Stiepermann ein.