:

Loitz will den Favoriten etwas ärgern

Am Sonnabend ist der Drittliga-Absteiger Cottbus Gast in der Peenetalhalle.

Peenetal-Handballer Torsten Schilk will mit seinem Team dem Tabellenzweiten Cottbus Paroli bieten.
Jens Schröder Peenetal-Handballer Torsten Schilk will mit seinem Team dem Tabellenzweiten Cottbus Paroli bieten.

Fast dankbar schaut Tino Kuehl, zum zweiten Mal in dieser Saison Interimscoach bei den Handballern des HSV Peenetal Loitz, auf das anspruchsvolle Programm, das ihm sein „Chef“ Gunter Funk für dessen Urlaubsperiode „ins Fach gelegt“ hat. Zu Beginn der gut dreiwöchigen Funk´schen Abstinenz haben die Loitzer am Sonnabend um 17 Uhr den Tabellenzweiten LHC Cottbus zu Gast, ehe es danach beim Vorletzten Polizei SV Berlin ebenfalls nichts zu verlieren gibt. Im letzten Spiel der Kurz-Ägide von Tino Kuehl werden dann im Nachbarschaftsduell die ambitionierten Usedomer in der Peenetalhalle erwartet.

„Es ist ein bisschen zwiegespalten. Einerseits ist es natürlich unser Ziel, die Heimspiele erfolgreich zu gestalten und die Peenetalhalle zu einer Festung zu machen. Andererseits nehmen uns die hochkarätigen Gäste natürlich auch die Favoritenrolle und damit eine ganze Menge Druck vom Team“, hält Kuehl eben diese Situation für nicht unkomfortabel.

„Ganz klar, wir wollen gegen Cottbus in eigener Halle zwei Punkte holen, aber gegen einen der Titelfavoriten wird es eben auch entsprechend anspruchsvoll“, ist sich Kuehl der Schwere der Aufgabe bewusst.

Der routinierte Kreisläufer, der schon nach dem Rückzug von Ex-Trainer Christian Genuttis für einige Wochen die sportlichen Geschicke beim HSV übernommen hatte, steht als Spieler aufgrund der Verletzungsengpässe schon von Saisonbeginn als „Aushilfe auf Zeit“ zur Verfügung und hatte somit Zeit und Gelegenheit, die Arbeit des neuen Trainers Gunter Funk zu beobachten. „Gunter hat einen riesigen Erfahrungsschatz, das merkt man gleich. Er hat einige Sachen geordnet und wieder in die richtigen Bahnen gelenkt. Es war ja längst nicht alles falsch im Vorfeld. Im Grunde baut er auf einer guten Basis weiter auf und hat natürlich den Vorteil, dass wie zuletzt Kevin Romeikat die Langzeit-Verletzten nach und nach ins Team zurückkehren“, so Kuehl weiter.

„Das schafft uns natürlich weitere Handlungsalternativen. Zwar hat Kevin sicher noch nicht die Luft für 60 Minuten, aber, wenn er auf dem Feld steht, kann beispielsweise Kai Baresel, der seine Sache auf Außen sehr gut gemacht hat, wieder auf die Spielmacherposition rücken“, ist Kuehl für diese Handlungsspielräume dankbar.

Ansonsten wird er die Zeit ohne Gunter Funk durchaus nutzen, um das Team weiter zu entwickeln. „Wir wollen nicht nur den Status quo verwalten und die Hände in den Schoß legen, sondern ordentlich was tun und am liebsten Gunter eine positive Bilanz aus den drei Spielen vorweisen“, kann Kuehl gegen Cottbus auf den kompletten Kader zurückgreifen und freut sich zudem darüber, dass Sven Präkels seit dieser Woche wegen berufsbedingter Veränderung