Jubiläum wird gefeiert:

Mattenfüchse im neuen Bau

Der Verein Asia Sport begeht seinen 20. Geburtstag. Am Mittwoch wird in der Viertorestadt gefeiert.

Asia Neubrandenburg feiert am Mittwoch seinen 20. Geburtstag. Rechts Vereinssportlehrer Matthias Helm.
Heiko Brosin Asia Neubrandenburg feiert am Mittwoch seinen 20. Geburtstag. Rechts Vereinssportlehrer Matthias Helm.

In der umgebauten Garage eines Autohauses hat alles begonnen. Inzwischen hat sich der Neubrandenburger Verein Asia mächtig gemausert und feiert Jubiläum. Vereinssportlehrer Matthias Helm beantwortete die Fragen von Roland Bandow.

Zwei Jahrzehnte gibt es nun den Neubrandenburger Verein Asia Sport. Am Mittwoch wird gefeiert. Zurück zu den Wurzeln - wie hat es mal angefangen?

Ich war Judoka bei der ASG Trollenhagen Mitte. Mit der Wende brach alles weg. Damit konnte und wollte ich mich nicht zufrieden geben. Also habe ich mich umgehorcht - und das Gute lag ganz nah. Ich habe damals als Meister im Ford-Autohaus Müller gearbeitet. Müller zog um und wir durften seine große Garage in der Oststadt mieten. Anderthalb Jahre später waren wir schon 300 Mitglieder. Es wurde eng auf den 120 Quadratmetern Matte; dafür war es urgemütlich, familiär.

Sie haben dann die Matte sozusagen Stück für Stück wachsen lassen und inzwischen den Hauptsitz des Vereins im ehemaligen Speisesaal der Kinder- und Jugendsportschule. 875 Mitglieder sind es gegenwärtig, unter anderem in den Abteilungen Judo, Karate, Arnis Tai-Chi und Aerobic.

Korrekt. Dazu kommen Herzsportgruppen, Seniorensport und wir beschäftigen uns mit der sportlichen Früherziehung von Kindern bis zum Schulbeginn.

Vom Fördermittelantrag bis zum Baustart ist es oft ein langer Weg. Wie ist Ihre Erfahrung?

Ein Hundertmeterlauf besteht aus vielen kleinen Schritten. Nicht anders war es bei uns. Du musst eine Vision haben und Leute für deine Idee begeistern. Wir haben hart gearbeitet und dadurch, glaube ich, Vertrauen gewonnen. Dieses große Vertrauen war die Basis. Und ein wenig Glück gehört dazu. Ich danke an dieser Stelle ausdrücklich allen, die uns geholfen haben.

Asia ist mehrfach für seine ausgezeichnete Arbeit geehrt worden; gerade erst mit dem „Silbernen Stern des Sports“. Wie wichtig sind Ihnen sportliche Erfolge?

Diese Ehrung auf Landesebene hat uns gefreut. Es beweist, dass wir richtig liegen. Es geht vor allem darum, Kindern und Jugendlichen Spaß an der Bewegung zu vermitteln. Das geschieht in enger Zusammenarbeit mit dem Sportgymnasium, das viele unserer Aktiven besuchen.

Schön, wenn es sportliche Erfolge zu bilanzieren gibt. Aus unseren Reihen kommen ja deutsche Karatemeister; in unserer Leistungssportart Judo gab es Medaillen bei Deutschen Meisterschaften und beim Europacup. Trotzdem werde ich niemanden zum Gewinn einer Meisterschaft – in Anführung – prügeln. Da ist mir die Entwicklung der Persönlichkeit wichtiger. Dass jemand Spaß hat und auch Nutzen. Denn sich selbst verteidigen können, ist ein Stück Lebenshilfe.

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