Leichtathletik:

Nach 23 Jahren verlässt Ralf Bartels die Arena

Kugelstoßer Ralf Bartels vom SC Neubrandenburg beendet in diesem Jahr seine erfolgreiche leistungssportliche Karriere.

Kugelstoßer Ralf Bartels tritt von der großen Bühne ab.
Heiko Brosin Kugelstoßer Ralf Bartels tritt von der großen Bühne ab.

Die strahlende Sonne bildete den gleißenden Scheinwerfer zu einer Traumkulisse beim offiziellen Abschied des Neubrandenburger Kugelstoßers Ralf Bartels am vergangenen Sonntag. Der Deutsche Leichtathletik-Verband hatte sich gemeinsam mit Bartels’ Sponsor DKB eine eine besondere Umgebung für das Winke, Winke für den Helden mit der Eisenkugel ausgesucht.

Im alten olympischen Dorf von Elstal bei Berlin, wo sich vor 77 Jahren die Athleten auf ihre Starts in der olympischen Arena von Berlin vorbereiteten, stieg der Abschieds-Wettbewerb für Bartels. Der beliebte „Teddy-Bär“ vom Tollenssee macht nach 23 Jahren harter Schufterei Schluss. „Die Kugelstoßer verstecken zwei Tugenden in ihrem Körper. Sie sind zum einen sanftmütig und in dem Moment, wo sie den Ring betreten, verkörpern sie die blanke Gewalt“, erklärte Olympiasiegerin Astrid Kumbernuss als Moderatorin des Abschiedskampfes für ihren langjährigen Vereinskameraden Ralf beim SC Neubrandenburg.

„Elstal als Abschiedskulisse habe ich mir gewünscht. Ich war 2006 dabei, als Astrid hier verabschiedet wurde. Mir hat das unheimlich gefallen“, sagte Ralf Bartels. 6500 Zuschauer waren gekommen, um Leichtathletik vom Feinsten zu bewundern und dem Mecklenburger Bartels Tschüss zu sagen.

Ehefrau Maja leistet psychologischen Beistand

Damit ihm bei diesem großen Abschied das Herz nicht zu schwer wird, „bin ich mitgekommen, um ihn moralisch im Gleichgewicht zu halten“, meinte lächelnd Ralfs hübsche Ehefrau Maja. Das anderthalb Jahre alte Töchterchen Friederike ist in Mecklenburg bei der Oma geblieben.

„Obwohl ich mit 35 Jahren innerlich auf den Abschied vom Sport vorbereitet bin, steigt doch ein eigenartiges Gefühl die Kehle empor, wenn der Zeitpunkt gekommen ist“, gab der Powermann dann zu. Mit 19,30 Meter gewann der vielfache Deutsche Meister aus Mecklenburg seinen letzten offiziellen Wettbewerb.

„Halt“, kam es dann vom einstigen Europameister: „Ganz stimmt das nicht. Abschied ist richtig – aber am 1. September darf ich noch einmal beim ISTAF in Berlin antreten. Immerhin habe ich dort bei der WM 2009 die Bronzemedaille gewonnen. Ein Dankeschön von mir an den Veranstalter, dass er mir diese Möglichkeit eingeräumt hat.“ Dort wird Bartels seinen letzten großen internationalen Auftritt haben.

 

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