Heimfluch über Gießerei-Arena:

Nächste Pleite für die Torgelower Greifen

Auch der nächste Anlauf der Torgelower Greifen in heimischer Anlage scheitert. Diesmal bedanken sich die Brandenburger Oberliga-Kicker für die Gastfreundschaft der Vorpommern.

Der Torgelower Lukas Krüger (rechts) kämpft um den Ball.
Andy Bünning Der Torgelower Lukas Krüger (rechts) kämpft um den Ball.

Es bleibt, wie gehabt. Der Torgelower SV Greif kann in seinem „Wohnzimmer“ Gießerei-Arena nicht mehr gewinnen. Gegen den Tabellenvierten vom Brandenburger SC Süd verloren die Vorpommern unglücklich mit 1:2. Damit wartet die Elf von Trainer Tomasz Grzegorczyk in der Fußball-Oberliga mittlerweile seit sechs Spielen auf einen Heimsieg. „Es ist wie eine Seuche. Wir bauen hier bei uns alle Mannschaften wieder auf“, sagte Greifs Vereinschef Dietrich Lehmann verärgert.

Eigentlich startete Greif ganz gut in die Partie. Bei ungemütlichem Nieselregen mussten die 125 Zuschauer zwar bis zur 18. Minute warten, ehe Przemyslaw Ciolek die erste Torchance besaß. Aber die Hausherren waren danach am Führungstor dran. Leider vergaben Marcin Juszczak, Przemyslaw Ciolek und Tobias Lindner ihre Möglichkeiten.

Dann aber das 0:1 für die Gäste. In der 35. Minute prüfte Rico Liedtke Keeper René Hartleib mit einem Fernschuss. Im Nachsetzen traf schließlich Jakub Petrik zur Führung.

Gelb-Rote Karte für Johannes Jandt

Die zweiten 45 Minuten sollten es dann aber in sich haben. Greif tat nun noch mehr für die Offensive. Doch es fehlte wie schon in den Wochen davor an der nötigen Durchschlagskraft. Schlimmer noch: In der 58. Minute zückte der kaum souverän pfeifende Schiedsrichter Martin Schwemin aus Berlin überraschend die Gelb-Rote Karte für Johannes Jandt. Vorausgegangen war ein normaler Zweikampf.

Aber Greif zeigte auch danach Moral und suchte weiter die Chance zum Ausgleichstreffer. Die bekamen die Gastgeber auch. Nachdem Przemyslaw Ciolek im Strafraum von Baptiste Buntschu gefoult wurde, ertönte der Elfmeterpfiff. Buntschu musste zudem nach einer Roten Karte den Platz verlassen.

Doch auch der Strafstoß brachte nicht den erwünschten Erfolg ein. Mannschaftskapitän Robert Jager scheiterte an Torwart Sven Roggentin und auch der Nachschuss blieb ohne Wirkung. „Das war der Knackpunkt. Gelingt uns da der Ausgleich, hätten wir das Spiel vielleicht noch gewonnen“, sagte Greif-Coach Tomasz Grzegorczyk.

"Da erwartet keiner etwas von uns"

Zur Vorentscheidung traf kurz darauf Petrik Jakub, der einen Konter eiskalt zum 0:2 abschloss. Aber auch danach gab sich die Grzegorczyk-Elf nicht auf und wurde mit dem Anschlusstor durch Marcin Mista in der 80. Minute belohnt. In der Schlussphase vermochten die Hausherren aber nicht, sich wenigstens noch mit einem Punkt ins Ziel zu retten.

„Es war ein glücklicher Sieg. Trotzdem nehmen wir die Punkte gerne mit“, freute sich BSC-Trainer Sven Thoss.Tomasz Grzegorczyk blickt trotz der erneuten Heimpleite selbstbewusst nach vorn. „Ich bin der Letzte, der den Kopf runter nimmt.“ Richtig! Denn nun steht das Derby am Sonnabend beim 1. FC Neubrandenburg an und eine Woche später kommt der Drittligist FC Hansa Rostock im Landespokal-Viertelfinale in die Gießerei-Arena. „Dieses Spiel kommt zur rechten Zeit. Da erwartet keiner etwas von uns“, scherzte Dietrich Lehmann.

 

TORGELOW:

Hartleib – Sobolczyk, Dymek, Jager, Hamm (62. Kotula) – Mista – Jureszkow (46. Krüger), Ciolek, Jandt, Juszczak – Lindner (78. Plaza)

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung