Fußball-Bundesliga:

Phantom-Tor erregt die Fußball-Fans

Ein Tor, das keines war, sorgt in der Fußball-Bundsliga wieder für große Aufregung.

Das Tor, über das ganz Deutschland depattiert: Durch ein Loch im Tornetzt gelangte der Ball ins Hoffenheimer Tor.
Uwe Anspach Das Tor, über das ganz Deutschland depattiert: Durch ein Loch im Tornetzt gelangte der Ball ins Hoffenheimer Tor.

 Nach dem 9. Spieltag diskutiert Fußball-Deutschland über das Phantom-Tor von Stefan Kießling. Der irreguläre Kopfballtreffer des Leverkuseners beim 2:1 in Hoffenheim nutzte all jenen als Argumentationshilfe, die schon länger die Einführung von technischen Hilfsmitteln auch in Deutschland fordern. „Wir sind ja im großen Geschäft Bundesliga. Da muss es doch möglich sein, für 3,50 Euro so ein Ding da ans Tor zu hängen“, kommentierte Hoffenheims Trainer Markus Gisdol verärgert.

Darüber hinaus stand das fragwürdige Verhalten von Kießling im Fokus, der sich zwar unmittelbar nach seinem Kopfball enttäuscht abgedreht, aber später wenig zur Aufklärung des Geschehens beigetragen hatte. „Es wäre ein Leichtes für ihn gewesen zu sagen, Schiedsrichter kein Tor. Dann hätten wir heute diese Diskussion nicht“, kommentierte Hans-Joachim Osmers. Dem ehemaligen Unparteiischen war vor 19 Jahren beim Treffer des Münchners Thomas Helmer ein ähnliches Missgeschick widerfahren wie Schiedsrichter Felix Brych jetzt. Ob es wie damals nach der Partie zwischen München und Nürnberg ein Wiederholungsspiel geben wird, bleibt offen. Eine Entscheidung soll erst nach dem DFB-Bundestag am 24. und 25. Oktober fallen. „Der reflexartige Ruf nach einer Wiederholung des Spiels ist verständlich, aber wir wissen aus der Vergangenheit auch, wie sehr die FIFA die Tatsachenentscheidung eines Schiedsrichters schützt“, sagte Rainer Koch, DFB-Vizepräsident für Rechts- und Satzungsfragen, und sieht nun auch den Weltverband am Zug.

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