Volleyball:

PSV-Team zeigt Nervenstärke

Phantastische Stimmung beim Derby Neustrelitz kontra Neubrandenburg am hohen Netz.

Die PSV-Volleyballer - hier im Angriff - haben im Derby die Nase vorn.
Matthias Schütt Die PSV-Volleyballer - hier im Angriff - haben im Derby die Nase vorn.

 „Hier regiert der PSV“! So schallte es am Sonnabend laut durch die Strelitzhalle und übertönte so die „H-S-V“-Rufe. Kurz zuvor setzten sich die Herren von Volleyball-Regionalligist PSV Neustrelitz mit 3:1 (25:22;26:24;20:25;25:18) im „Revierderby“ gegen Aufsteiger HSV Neubrandenburg durch. Rund 300 Fans in der Halle sorgten dabei für eine phantastische Stimmung. Beide Teams bedankten sich nach dem Spiel bei den Zuschauern. „Nach der Niederlagenserie war es schön zu sehen, wie die Fans uns trotzdem den Rücken gestärkt haben.

"Es war ein hochklassiges Spiel"

Dieser Sieg war emotional sehr wichtig, auch für die weiteren Saisonspiele“, kommentierte PSV-Coach Dirk Heß. Der ließ – wie sein Gegenüber, HSV-Mannschaftsbetreuer Frank Voll – während der Partie aufgrund der Spannung einige Nerven. Immerhin dauerten die vier Sätze knapp 100 Spielminuten. „Es war ein hochklassiges Spiel. Wir haben es aber in den entscheiden Phasen verpasst, die Sätze zu gewinnen“, kommentierte Voll. Für die Neustrelitzer war der Sieg gegen den Nachbarn aus Neubrandenburg der erste seit vier Niederlagen in der Liga in Folge. Für die HSV-Volleyballer – mit sieben Punkten Tabellenletzter– setzte es so die erste Pleite nach zwei Siegen in Serie.

Von Beginn an war es das erwartet enge Match. Lange Ballwechsel, Punkte auf beiden Seiten und ohrenbetäubender Lärm bei jeder gelungenen Aktion. Dabei lagen die Neubrandenburger nach verhaltenem Beginn schnell zurück, konnten sich aber vom Druck befreien und selbst in Führung gehen. Doch dank gelungener Angriffsaktionen setzten sich die Neustrelitzer mit 25:22 durch. Ähnliches Bild in Satz zwei. Kein Team konnte sich zu Beginn entscheidend absetzen. Erst mit zunehmender Spieldauer erarbeiteten sich die Viertorestädter ein vier Punkte Polster und hatten beim Stand von 24:21 gleich drei Satzbälle. Doch durch überragende Aufschläge von Martin Grzesko drehten die PSV-Herren den Satz zum 26:24.

Hoffnung bei den Gästen keimt auf

Trotz des 0:2 dachten die Neubrandenburger aber nicht an eine schnelle Kapitulation und sicherten sich am Ende den 3. Satz mit 25:20. Nun keimte noch einmal Hoffnung auf, doch noch etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen. Wie in den vorherigen drei Sätzen gestaltete sich der Beginn ausgeglichen. Service- und Annahmespiel wechselten sich auf beiden Seiten ab. Die Entscheidung fiel zur Satzmitte, als die Neubrandenburger kurzzeitig ihre Linie verloren. Diese Phase nutzten die Neustrelitzer konsequent aus und erspielten sich einen deutlichen Punktevorsprung, den sie nicht wieder hergaben. Mit 25:18 gewannen sie nicht nur den Satz, sondern auch das Derby. „Trotz der Pleite war es ein toller Volleyballabend mit zwei Vertretern aus der Region“, kommentierte Voll. Für beide Mannschaften geht es erst im kommenden Jahr weiter.