Brdaric-Team auf großer Reise:

Regionalligist Neustrelitz auf langem Kanten

Die vierte deutsche Fußballklasse geht in die dritte Punktspielrunde. Für die Residenzstädter bringt der Auftritt eine weite Fahrt, von der man nicht ohne Punkte zurückkehren will.

Fußball-Regionalligist TSG muss zum Auswärtsspiel nach Meuselwitz.
Matthias Schütt Fußball-Regionalligist TSG muss zum Auswärtsspiel nach Meuselwitz.

Das wird ein langer, harter Tag für die Neustrelitzer Kicker. Schon um 6.30 Uhr beginnt morgen die knapp fünfstündige Reise ins Dreiländereck, dorthin, wo sich Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen berühren. Die Fahrt geht nach Meuselwitz, zum ZFC. Ein kleiner, bodenständiger Verein in der 10 690 Einwohner zählenden Stadt – ein Verein mit Regionalliga-Tradition. „Diese Mannschaft darfst du keinesfalls unterschätzen“, sagte Oliver Bornemann vor dem Trip nach Thüringen. Trotzdem hofft der sportliche Leiter der TSG, dass der große Ausflug am Ende etwas bringen wird. „Wir fahren diese weite Strecke nicht, um dort die Punkte liegen zu lassen. Wir wollen schon mit Zählbarem zurückkehren.“

Die Erfahrungen mit dem Viertklässler aus dem Süden sind durchwachsen. So unterlagen die Fußballer aus der Residenzstadt im November 2012 in der Hinrunde vor eigenem Publikum mit 0:2. In der Auswärtspartie ein halbes Jahr später gelang immerhin ein torloses Unentschieden.

Nun also der dritte Anlauf. Die Mannschaft habe ordentlich trainiert, sei gut vorbereitet, bekräftigt Bornemann und wünscht sich wie alle einen besseren Verlauf als zuletzt gegen Rathenow. Da wurde 90 Minuten das Optik-Tor berannt, von Beobachtern 75 bis 80 Prozent Ballbesitz für die Gäste registriert – und doch ging die Partie verloren. Irgendwie fand das Runde in Rathenow nicht den Weg ins Eckige.

„Wir haben nun in Meuselwitz die Chance, es besser zu machen“, meinte Trainer Thomas Brdaric. Man müsse aus den letzten Spielen die Lehren ziehen, gewisse Dinge verändern. „Daran haben wir gearbeitet.“ Was der Coach meint - die Duelle gegen Freiburg und Jena zeigten es: Die Chancenverwertung, sprich die Präzision beim Torabschluss ist zum Beispiel verbesserungswürdig. „Wir sind aber auf einem guten Weg“, so Brdaric. „Man kann am Anfang nicht zu viel erwarten. Es ist ein junges, neu zusammengestelltes Team. Da muss sich einiges erst festigen, müssen durch viele Wiederholungen die nötigen Automatismen kommen.“

Der Trainer hat die Mannschaft fast komplett beisammen; fehlen wird definitiv nur Dimo Formin, der sich beim Training in dieser Woche eine Oberschenkelverletzung zugezogen hatte.

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