3. Fußball-Liga:

Schwarzer Tag für Hansa

Rostocker Drittliga-Fußballer unterliegen mit 0:6 bei Darmstadt 98 und stellen den Vereins-Negativrekord ein.

Andreas Reinke (rechts) vertrat diesmal den erkrankten Trainer Andreas Bergmann.
Andy Bünning Andreas Reinke (rechts) vertrat diesmal den erkrankten Trainer Andreas Bergmann.

Der 21. September 2013 wird als schwarzer Tag in die Annalen desvon Hansa Rostock eingehen – ebenso wie der 26. Februar 1977, der 14. November 2004 und der 17. November 2008. Auch an diesen Tagen hatte der FC Hansa 0:6 verloren und damit gegen Berliner FC Dynamo (DDR-Oberliga), Hamburger SV (Bundesliga) sowie 1.FC Kaiserslautern (2. Bundesliga) die bislang höchsten Punktspiel-Niederlagen der Vereinsgeschichte kassiert. Dieser Negativrekord wurde nun um die höchste Drittliga-Niederlage ergänzt – auch beim Auswärtsspiel am Sonnabend beim SV Darmstadt 98 wurde den Hanseaten ein halbes Dutzend Gegentore eingeschenkt.

„Das war heute eine Demontage, die man erst einmal verkraften muss. Wir haben sehr viel falsch gemacht“, wusste Mittelfeldspieler Leonhard Haas, der zunächst davon ausgegangen war, dass man trotz des frühen Platzverweises gegen Mustafa Kucukovic vielleicht doch noch wieder ins Spiel zurückfindet: „Nach dem 2:0 hatten wir unsere beste Phase und hätten durchaus den Anschlusstreffer erzielen können. Doch das 3:0 unmittelbar nach der Pause hat dann für den Bruch im Spiel gesorgt.“

„Das war ein schwarzer Tag, wie er schwärzer nicht sein kann. Ich hätte nicht gedacht, dass dieser Mannschaft so etwas einmal passieren könnte. Das war eine extreme Anhäufung von Situationen, wobei die frühe Rote Karte natürlich sehr unangenehm war. Trotzdem hätten wir uns in Unterzahl etwas geschickter anstellen müssen“, erklärte Sport-Vorstand Uwe Vester, der diesmal auch als Co-Trainer auf der Bank saß.

Als Chef-Coach fungierte erstmals Andreas Reinke, der den erkrankten Andreas Bergmann vertreten musste, die personellen Veränderungen in der Startelf allerdings „mit ihm abgesprochen“ hatte. Vor allem hatte überrascht, dass der beste Torschütze Nikolaos Ioannidis diesmal nur auf der Bank saß, während Mustafa Kucukovic von Beginn an aufgeboten wurde. Und ausgerechnet für den Hansa-Stürmer war der Arbeitstag schon nach 14 Minuten vorbei, obwohl er selbst sich keiner Schuld bewusst war: „Als ich merke, dass ich nicht mehr an den Ball komme, ziehe ich das Bein zurück und treffe den Gegner überhaupt nicht. Doch der schreit und der Schiri kommt mit der Roten Karte in der Hand angelaufen!“

Dieser Platzverweis war der Anfang vom Ende, zumal wenig später innerhalb von drei Minuten die ersten beiden Gegentreffer kassiert wurden. Er darf jedoch nicht als alleinige Entschuldigung für das Hansa-Debakel gelten, das weiß auch Trainer Andreas Reinke: „Natürlich hat uns die Rote Karte aus dem Konzept gebracht. Trotzdem hätten wir besser verteidigen müssen. Wenn man in Unterzahl spielt, muss man eben ein paar Prozente mehr geben! Doch wir waren leider oft nicht konzentriert genug.“

 

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