Fußball:

Spannender Endspurt: Wer fährt noch zur WM?

In der europäischen Qualifikation zur Fußball-WM 2014 steht die Entscheidung an.

Der Umweg über die Playoffs droht auch Portugal um Cristiano Ronaldo.
Tiago Petinga Der Umweg über die Playoffs droht auch Portugal um Cristiano Ronaldo.

Spannung pur in der Europa-Ausscheidung für die Fußball-WM am Zuckerhut: Acht Teams kämpfen am Dienstag um die vier restlichen Direkttickets für Brasilien 2014. Deutschland, Belgien, die Niederlande, die Schweiz und Italien haben die Teilnahme schon sicher.

Titelverteidiger Spanien (17) sollte im Fernduell mit Frankreich (14) den zum Sieg in Gruppe I nötigen Punkt gegen Außenseiter Georgien locker einfahren können. Das Fußball-Mutterland England (19) hingegen braucht in Gruppe H einen Sieg über Polen, um Verfolger Ukraine (18) sicher auf Distanz zu halten. Sonst droht das Stahlbad der Playoffs, in denen die acht besten Gruppenzweiten Mitte November um ihre allerletzte WM-Chance spielen.

„Werdet nicht übermütig!“, titelte „The Sun“. Auch Roy Hodgson wird nicht müde, seine Asse auf dem Boden der Tatsachen zu halten. „Die Jungs wissen, dass ihre Aufgabe noch nicht gelöst ist“, sagte Englands Trainer. Sollten Wayne Rooney & Co. den Sieg über die Gäste erneut verpassen, würde die Ukraine mit dem kaum zu verhindernden Erfolg in San Marino noch vorbeiziehen.

Zu einem Herzschlagfinale kommt es in Gruppe G. Tabellenführer Bosnien-Herzegowina und Griechenland (beide 22) sind punktgleich und ermitteln den Gruppensieger in einem Fernduell. Die griechischen Europameister von 2004 empfangen Außenseiter Liechtenstein und müssen auf einen Punktverlust der im Torverhältnis klar besseren Bosnier in Litauen hoffen. Edin Dzeko will davon aber nichts wissen. „Das lassen wir uns nicht nehmen“, sagte der frühere Bundesliga-Torschützenkönig.

Formsache dürfte Platz eins für die Russen in Gruppe F sein. Denn sie führen das Klassement mit 21 Punkten vor Portugal (18) an und sollten den einen nötigen Punkt in Aserbaidschan holen. Dann käme selbst ein hoher Sieg der Portugiesen gegen Luxemburg zu spät. In allen anderen Gruppen geht es zwar nur noch um die Playoffs, doch auch hier ist die Teilnahme hart umkämpft. In der Gruppe E hat Überraschungsmannschaft Island (16) vor dem Gastspiel in Norwegen bessere Karten als Slowenien (15), das bei Gruppensieger Schweiz antreten muss. In Gruppe G können die Türkei, Rumänien (je 16) und theoretisch auch noch Ungarn (14) Zweiter werden.

In der Gruppe B kämpft sogar noch ein Quartett um die K.o.-Spiele: Bulgarien, Dänemark (je 13) sowie Tschechien und Armenien (je 12).

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