Rostocker marschieren:

Sturmlauf der Ostseestädter hält an

Wie Sturmtief Xaver durch das Land, so stürmt Hansa Rostock durch die 3. Fußball-Liga. Nur nachhaltiger und dauerhafter: Die Küstenkicker beenden die Hinrunde auf dem dritten Platz.

Die Hansa-Kogge bleibt in der Erfolgsspur.
Bernd Thissen Die Hansa-Kogge bleibt in der Erfolgsspur.

16 Punkte aus sechs ungeschlagenen Partien haben innerhalb weniger Wochen aus dem Fast-Abstiegskandidaten einen potenziellen Aufstiegsanwärter gemacht. Nach dem 3:1 (1:0) beim SV Wehen Wiesbaden rangiert der Traditionsclub bei Saison-Halbzeit auf Rang 3 und würde, wenn jetzt schon Schluss wäre, um den Aufstieg in die 2. Bundesliga spielen.

So weit mag Trainer Andreas Bergmann laut noch gar nicht denken. Der 54-Jährige glaubt auch nicht, dass sein vor der Saison völlig neu zusammengestelltes Team schon so weit ist. „Ich sehe uns nicht als Spitzenteam, aber als Team, dass stabiler geworden ist“, lautet Bergmanns nüchternes Halbzeitfazit. Und befindet: „Wir müssen noch eine Menge arbeiten.“

Dem wird auch Julian Jakobs bedenkenlos beipflichten. Der flinke Außen, der im Sommer aus der Regionalliga in Siegen den Sprung in die dritte Liga gewagt hat, ist mittlerweile dort angekommen. Und das nicht nur wegen des Tores in Wiesbaden, seinem ersten im Trikot des einstigen Bundesligisten. „Man kann im Fußball nicht immer alles erklären“, sagt Jakobs. „Aber alle sind ruhig geblieben, als es nicht so lief. Wir haben uns als Team wieder 'rausgekämpft.“

Das war in Wiesbaden nicht anders. Nach dem Führungstor von David Blacha (34.) erhöhten Johan Plat (54.) und Jakobs (56.) mit einem Doppelschlag auf 3:0, dem die Hessen nur noch den Ehrentreffer durch den ehemaligen Rostocker Tobias Jänicke (66.) entgegenzusetzen hatten. „Wir haben wenig zugelassen und sehr kompakt gespielt mit spielerisch guten Momenten. Bemerkenswert ist auch, dass nach den beiden Wechseln zur Pause kein Bruch im Spiel war“, resümierte Bergmann überaus zufrieden.

Die Ausgeglichenheit im angesichts finanzieller Engpässe quantitativ limitierten Kader ist neben dem offensichtlichen Teamspirit ein Markenzeichen der neuen Hanseaten. Sie wird sich erneut beweisen müssen, denn für Mittelfeldspieler Leonhard Haas ist das Fußballjahr 2013 beendet.

Der 31-Jährige zog sich in Wiesbaden einen Innenbandanriss zu und muss nach Vereinsangaben rund zwei Monate pausieren. „Ich hoffe, die Behandlung schlägt gut an und die Heilung läuft schneller ab, so dass ich die Wintervorbereitung mit der Mannschaft absolvieren kann“, sagte Haas. Haas erzielte ein Tor und bereitete neun vor, so viele wie kein anderer Hansa-Spieler.

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