Die vierte Liga ist wieder spannend:

Wer kann die TSG Neustrelitz stoppen?

Schöner Fußball dank harter Hand: Nach zehn Spielen ohne Niederlage fährt die Überraschungsmannschaft von Ex-Nationalspieler Thomas Brdaric nach Berlin.

Hast derzeit einen lauf im Sturm: Torjäger Velimir Jovanovic.
M. Schütt Hat derzeit einen Lauf im Sturm: Torjäger Velimir Jovanovic.

 „Spitzenspiel hin, Spitzenspiel her. Wir wollen auch gegen den Berliner AK unser Spiel machen, dominant auftreten und den Zuschauern attraktiven Fußball bieten. Dann werden wir unser Ziel auch erreichen und einen weiteren Sieg landen!“ Aus den Worten von Oliver Bornemann, sportlicher Leiter von Fußball-Regionalligist TSG Neustrelitz, spricht das Selbstvertrauen eines Tabellenführers.

Auf leisen Sohlen und mit gutem Fußball haben sich die Residenzstädter unter Leitung von Trainer und Ex-Nationalspieler Thomas Brdaric in diese komfortable Situation gebracht: Vier Punkte Vorsprung haben die Männer um Kapitän Rico Morack vor dem zweitplatzierten Berliner AK. Ein Sieg am Sonntag und das Zwischenziel – Weihnachten von der Tabellenspitze grüßen – wäre fast erreicht.

TSG rückt Hansa auf die Pelle

Mit zehn Erfolgen am Stück sind die Fußballer aus der 20.000-Einwohner-Stadt im Moment das Maß der Dinge in der Regionalliga, rücken im Fußball-Nordosten zudem Hansa Rostock mächtig auf die „Pelle“, jedenfalls was attraktiven Fußball betrifft. Manager Bornemann hatte Brdaric im Sommer nach MV geholt. Man kennt sich aus gemeinsamen Zeiten in Hannover.

Mit viel Trainingsfleiß unter der „harten Hand“ von Thomas Brdaric stellen sie in der Regionalliga die beste Defensive aller Teams, haben außerdem in den engen Spielen – dank guter Stürmer – immer eine Antwort mehr parat gehabt als ihre Gegner. 

Und, sie wollen diesen Ruf einer echten Überraschungs-Elf auch in den Wochen der sportlichen Wahrheit bis zur Winterpause bestätigen. Nach dem Spiel beim BAK kommt als nächstes Team der Tabellen-Achte Halberstadt ins Parkstadion und vor der Vereins-Weihnachtsfeier wartet dann noch der Dritte Union II auf die Brdaric-Elf. Drei „Kracher“ auf dem Weg zu einer schönen Bescherung. Auftakt am Sonntag an der Spree.

Dort – im Poststadion – soll der erste Schritt gemacht werden: „Wir haben in der Woche gut trainiert, zuletzt erneut auf dem sehr guten Rasen in Wokuhl. Die Stimmung ist gut, bis auf die Langzeitverletzten sind alle an Bord – das Spitzenspiel kann kommen“, ist sich Bornemann sicher, dass sich das Team gut präsentieren wird.

Einen Wunsch hat der sportliche Leiter ebenso wie die ganze Mannschaft: Möglichst viele Neustrelitzer Anhänger sollten sich auf den Weg nach Berlin machen und dabei sein, wenn die Jungs vielleicht ein weiteres Kapitel des „Neustrelitzer Wunders“ schreiben. „Das Team braucht die Unterstützung und hat sie sich nach den Saisonleistungen auch verdient“, so Bornemann.