DFB-Pokal:

TSG schrammt knapp an Sensation vorbei

Im DFB-Pokal zwingt Regionalligist Neustrelitz den Bundesligisten Freiburg in die Verlängerung. Woran liegt es, dass die Bradric-Elf verliert?

Trotz der Niederlage nach Verlängerung: Die Fans feierten ihre Pokalhelden von der TSG Neustrelitz.
Matthias Schütt Trotz der Niederlage nach Verlängerung: Die Fans feierten ihre Pokalhelden von der TSG Neustrelitz.

Das größte Lob für die Kicker der TSG Neustrelitz kam vom Freiburger Trainer Christian Streich: „Die Neustrelitzer waren heute die bessere Mannschaft!“ Aber, wie das so ist mit Komplimenten, man kann sich für sie nichts kaufen. Am Ende zog der Bundesligist aus dem Breisgau dank zweier Tore von Hendrick Zuck (113./118.) in der Verlängerung in die nächste Runde und die Residenzstädter spürten das ernüchternde Gefühl, ganz dicht an der Sensation vorbei geschrammt zu sein.

Gegner früh gestört und angegriffen

Der Plan, den TSG-Trainer Thomas Brdaric für das Spiel gegen den Euro-League-Teilnehmer ausgeklügelt hatte, ging lange Zeit perfekt auf: Die TSG versteckte sich nicht, störte den Gegner früh und schaltete schnell auf Angriff um. In der regulären Spielzeit hatte der Bundesligist – mit Ausnahme einiger Standards – keine Chance aus dem Spiel heraus! Das sagt viel.

Auf der anderen Seite erspielte sich die junge TSG-Elf vier bis fünf Hochkaräter. Manko: der Ball landete nicht in den Maschen. Auch nicht als Velimir Jovanovic (18.), Tony Fuchs (60.) und Collins Abiola Folarin (103.) jeweils völlig frei auf SC-Keeper Baumann zuliefen – und scheiterten. „Mein erster Gedanke war: schießen. Dann kam der zweite, den Torwart ausspielen. Der erste war der richtige“, schilderte Jovanovic hachher seine Schlüsselszene. Gleich dreimal überlegt hatte Tony Fuchs, als er sich bei seinem „Riesen“ verzettelte. „Das kostet eine schlaflose Nacht“, gestand der ansonsten groß aufspielende „Kleine“.

Fehlende Kaltschnäuzigkeit verhindert Sieg

Letztendlich war es die fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor, die das „Wunder von Parkstadion“ verhinderte. Denn auch Hugo Lopes und Dino Medjedovic hatten ihre Glegenheiten vertan. „Wir hatten genug Chancen. Schade, wir waren ganz dicht dran“, fand dann auch René Pütt. Kurios, dass die Breisgauer erst nach dem Platzverweis von Immanuel Höhn (80.) besser ins Spiel kamen. Die Tore in der Verlängerung waren dann Folge von zwei TSG-Patzern. „Es ist ärgerlich, dass sich die Mannschaft so um den Lohn gebracht hat. Aber, wir sind ein Ausbildungsverein, da muss ich meinen Spielern auch zugestehen, Fehler zu machen“, so TSG-Coach Thomas Brdaric.

"Neustrelitz hat toll gekämpft!"

Der Match-Winner Hendrick Zuck gestand denn auch: „Nach dem 1:0 sind nicht nur mir einige Steine vom Herzen gefallen. Neustrelitz hat toll gekämpft!“ Noch ein Kompliment. Auch dafür gibt es nichts zu kaufen. TSG-Kapitän Rico Morack gab die Parole für die nächsten Tage aus: „Heute ärgern, morgen ärgern, danach geht es weiter. Am Mittwoch heißt es dann, gegen Carl-Zeiss Jena genau so aufzuterten .“

TSG: Bittner – Novy, Franke, Morack, Pütt – Hempel – Lopes (103. Rogoli), Skoda, Fuchs (109. Morozow), Jovanovic ((77.Folarin), Medjedovic.

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