Fußball 3. Liga:

Ungeschlagene Hanseaten empfangen sieglose Hachinger

Wenn der F.C. Hansa am Sonnabend um 14 Uhr die SpVgg Unterhaching empfängt, wird die Mannschaft voraussichtlich zum vierten Mal hintereinander mit der gleichen Startelf auflaufen.

Auch gegen Unterhaching möchten die Hansa-Spieler wieder jubeln.
Andy Bünning Auch gegen Unterhaching möchten die Hansa-Spieler wieder jubeln.

„Es gibt keinen Grund, großartige Veränderungen vorzunehmen“, erklärt Trainer Andreas Bergmann, dem nach zuletzt drei Siegen in Serie auch diesmal wieder alle Stammkräfte zur Verfügung stehen. Inzwischen sind auch die Mittelfeldspieler Julian Jakobs und David Blacha wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen und stehen für das Duell mit den Oberbayern parat.

Die SpVgg Unterhaching belegt mit zwei Punkten aus vier Spielen aktuell den 17. Tabellenplatz und hat in den vergangenen beiden Begegnungen in Dortmund (2:4) und gegen Darmstadt (2:4) insgesamt acht Gegentore kassiert. Doch diese Statistiken allein sind für Andreas Bergmann natürlich kein Maßstab: „Ich habe mich professionell mit dem Gegner beschäftigt. Unterhaching hat schnelle und technisch gute Leute geholt. Aus einer gewissen Kompaktheit heraus praktizieren sie ein gutes Umkehrspiel und sind sehr konterstark. Wir müssen also wieder sehr konzentriert zu Werke gehen, alles abrufen und an unsere Grenzen gehen.“

Natürlich hofft auch der Rostocker Trainer, dass seine Mannschaft die positive Serie fortsetzen kann: „Dass viele Dinge so schnell und gut funktionieren, freut mich sehr. Aber alle Spieler haben auch noch Luft nach oben. Wir müssen unsere Fehler minimieren und auch im Spielaufbau noch sicherer werden.“ Ein Sieg ohne Gegentreffer ist den Hanseaten in der laufenden Saison beispielsweise noch nicht gelungen. „Natürlich würden wir auch gern wieder einmal zu Null spielen“, erklärt Innenverteidiger Steven Ruprecht, weiß aber auch: „Priorität müssen immer die drei Punkte haben. Also lieber mit 7:6 gewinnen als 0:0 spielen!“

„Bei sechs Gegentoren müsste ich aber ein ernstes Wort mit Dir reden“, reagiert Trainer Andreas Bergmann sofort, obwohl er ebenfalls der Meinung ist, dass es in erster Linie um die Punkte geht: „Wenn man ohne Risiko spielt, kann man auch keinen Erfolg haben. Es wird also in einem Spiel auch immer Momente geben, wo etwas nicht klappt. Die Einsatzbereitschaft muss stimmen und wichtig ist vor allem auch die Unterstützung durch die Zuschauer. Die Erwartungshaltung ist nach den aktuellen Erfolgen natürlich gestiegen, doch ich hoffe, jedem ist bewusst, dass auch dies wieder ein schwieriges Spiel wird.“

Steven Ruprecht jedenfalls hat die Worte seines Trainers verinnerlicht: „Wenn wir nur ein Prozent zu wenig geben, kann es schon in die Hose gehen! Wenn wir aber an unsere Grenzen gehen, ist es sehr schwer, uns zu schlagen.“ Die bisherigen Drittliga-Heimspiele des F.C. Hansa gegen Unterhaching brachten sehr unterschiedliche Ergebnisse. Während es vor drei Jahren einen hohen 7:2 Heimsieg gab, siegten in der Vorsaison die Gäste durch einen Treffer kurz vor dem Abpfiff mit 1:0. Diesmal wollen die 10.000 bis 12.000 Zuschauer nun wieder einen Rostocker Sieg erleben. Sollte dies gelingen, würde der F.C. Hansa seine Top3-Platzierung auf jeden Fall verteidigen.

 

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