Fußball:

Union mit breiter Brust in die Lausitz

Über 3000 Berliner Fans begleiten ihre Mannschaft zum Zweitliga-Schlager nach Cottbus.

Zuletzt hatten die Uniobn Spieler allen Grund zum Feiern.
Archiv Zuletzt hatten die Uniobn Spieler allen Grund zum Feiern.

Nach der Länderspielpause ist am Freitag mit dem Berlin-Brandenburg-Derby gleich wieder neue Fußball-Spannung angesagt. Die Unioner aus der Berliner Wuhlheide müssen bei Energie Cottbus ran.

Für die Union-Mannschaft dürfte die Auswärtshürde nicht all zu hoch aufgebaut sein, jedenfalls nicht, was die Zuschauer betrifft. Immerhin haben 3000 Berliner Fans ihre Reise in die Lausitz angekündigt. Auch sonst reisen die Hauptstädter mit geschwollener Brust ins „Stadion der Freundschaft“. So sagte Trainer Uwe Neuhaus selbstbewusst: „Wir haben die letzten vier Spiele in Cottbus nicht gewonnen. Diesmal wollen wir unbedingt drei Punkte mitbringen.“

Berliner haben tolle Bilanz im Rücken

Bei Union spricht zwar keiner vom Aufstieg. Die noble Situation als Tabellendritter punktgleich mit dem Spitzenreiter Köln weckt schon Begehrlichkeiten. Torjäger Simon Terodde ist fest entschlossen, auch in Cottbus auf Torjagd zu gehen: „Wir haben in der Pause gut gearbeitet. Unser Team ist in Form, also werden wir alles versuchen, unsere gute Position zu verteidigen.“

Die Union-Bilanz sieht wirklich gut aus, worauf Trainer Neuhaus nicht ohne einen Anflug von Stolz hinweist: „Wir haben von bisher zehn Spielen achtmal nicht verloren. Da liegt es doch auf der Hand, dass wir unsere gute Position untermauern wollen. Mir ist es dabei egal, ob wir 1:0 oder 4:3 gewinnen. Wichtig ist nur der Sieg.“

Entscheidend könnte für die Berliner sein, ob Torjäger Sören Brandy wieder mit voller Kraft an den Ball treten kann. Der gebürtige Verler litt in den letzten Tagen an einer Magen-Darm-Infektion, die ihn bestimmt etwas geschwächt hat. Für Union spricht der Torhunger. Der allein genügt aber nicht, deshalb erklärte Trainer Neuhaus: „Viele geschossene Tore sind zwar immer wichtig, aber die nützen manchmal nichts, wenn die Abwehr nicht steht, deshalb haben wir in letzter Zeit ordentlich in die Abwehr investiert. Was sich besonders bei unseren letzten Auswärtsspielen in Paderborn und im Pokal ausgezahlt hat.“ Zu Cottbus wollte sich der Union-Coach nicht äußeren. Dafür betonte er: „Unsere Entwicklung ging in den letzten Jahren stetig nach oben. Das soll auch in Cottbus so bleiben.“

Da allerdings dürften die Lausitzer etwas dagegen haben: „Wir wollen den Aufwärtstrend nach dem Sieg gegen Bielefeld auch gegen Union nutzten“, bleibt Energie-Trainer Rudi Bommer cool. Die Cottbuser wollen sich als Tabellen-Zehnter nicht wieder in den Abstiegsstrudel drängen lassen. Das Derby sehen sie als Schlüsselspiel an, wohin die Reise gehen soll. Ins Mittelfeld oder in die Zone der Gefährdung.

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