Formel 1:

Vettel will "Gänsehaut pur"

Mit einem Sieg in Monza kann Formel-1-Champion Sebastian Vettel einen großen Schritt zu seinem vierten Titel machen.

Sebastian Vettel (rechts) mit seinem neuen Teamkollegen Daniel Ricciardo.
Peter Steffen Sebastian Vettel (rechts) mit seinem neuen Teamkollegen Daniel Ricciardo.

Der historische Triumph als Jungspund oder die frustrierende Pleite im Vorjahr: Mit dem Großen Preis von Italien verbindet Sebastian Vettel völlig widersprüchliche Gefühle. Beim Europafinale der Formel 1 an diesem Wochenende in Monza will der dreifache Champion wieder „Gänsehaut pur“ erleben wie bei seinem spektakulären Sieg 2008, als er sich zum jüngsten Grand-Prix-Gewinner der Geschichte krönte. „Das Gefühl, erstmals ganz oben auf dem Podium zu stehen, ist unbeschreiblich“, versicherte der Red-Bull-Pilot.

Für Vettel geht es im Königlichen Park aber nicht nur um Gefühle und schöne Erinnerungen. In erster Linie will er mit einem Sieg auf dem legendären Hochgeschwindigkeitskurs den nächsten Schritt zur Titelverteidigung machen und seinen Hauptkonkurrenten Fernando Alonso beim Ferrari-Heimrennen weiter distanzieren - und demütigen. Kleiner, aber reizvoller Nebeneffekt: Sollte der 31-malige Grand-Prix-Gewinner an diesem Sonntag (Start: 14.00 Uhr MESZ/RTL und Sky) in Monza als Erster durchs Ziel fahren, würde er mit dem Spanier in der Siegstatistik gleichziehen.

Mit einem Spezialtraining am Firmensitz in Milton Keynes hat sich Vettel gewissenhaft auf dieses Schlüsselrennen vorbereitet. Logisch, dass der Heppenheimer dazu keine Details preisgab. „Natürlich sieht es im Moment für uns gut aus. Aber wir müssen Schritt für Schritt gehen und Rennen für Rennen nehmen“, sagte Vettel vor dem zwölften Saisonlauf. „Ich versuche da immer, etwas auf die Bremse zu treten.“ Der 26-Jährige Heppenheimer weiß aber zu genau, dass sein Red Bull derzeit das beste Auto und er Favorit auch im „Feindesland“ ist.

Vor dem Großen Preis von Italien führt Vettel die WM-Wertung mit 197 Punkten und 46 Zählern Vorsprung vor Alonso (151) an. Vorjahressieger Lewis Hamilton (139) und Kimi Räikkönen (134) liegen schon deutlich zurück. Von ihnen droht vorerst keine Gefahr. Gewinnt Vettel zum dritten Mal auf dem 5,793 Kilometer langen Kurs, kommt es einer Vorentscheidung im Titelkampf gleich, auch wenn er in dieser Frage ebenfalls bremst: „Das ist vielleicht ein bisschen euphorisch.“

 

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