Kanu:

Zwei SCN-Musketiere auf WM-Medaillenjagd

Martin Hollstein und Erik Rebstock sind bei der Kanu-WM in Duisburg am Start.

Martin Hollsrtein (links) ist der Schlagmann des Kajak-Vierers.             
Archiv Martin Hollsrtein (links) ist der Schlagmann des Kajak-Vierers.  

Im Tross der 31 nominierten deutschen Elite-Kanuten gehen auch zwei Neubrandenburger ab Freitag bei der Heim-WM in Duisburg auf Medaillenjagd: Martin Hollstein sitzt als Schlagmann im olympischen Vierer-Kajak. Gemeinsam mit den beiden Berlinern Robert Gleinert und Kostja Stoinski sowie dem Essener Kai Spinner will der London-Bronzemedaillengewinner versuchen, den fünften EM-Platz zu veredeln.

Im Trainingslager in Kienbaum ist den Vieren ein kleines Missgeschick passiert: Beim Startschuhtraining hatten sie zuviel „Dampf“ drauf, sind über die Anlage hinweggeschossen. Ergebnis: Eine lange Schramme unter dem Boot. „Seit drei Tagen ist unser Wettkampfboot in der Werkstatt und wir trainieren im Ersatzboot. Wir werden kurzfristg entscheiden, mit welchem wir am Freitag zum Vorlauf antreten“, so Martin Hollstein.

Ansonsten haben die Mitglieder des deutschen Flaggschiffs die bisherigen Rennen der Saison analysiert und ihren Rennaufbau optimiert. Hollstein hat ein verbessertes Rhythmusgefühl ausgemacht. „Das Boot läuft ruhiger. Nach dem, was wir im Training angeboten haben, sind wir schon ein Mitfavorit. Alles andere als eine Medaille wäre für mich eine Enttäuschung“, zeigt sich Hollstein ehrgeizig.

Ebenso wie der zweite Neubrandenburger: Im nichtolympischen Vierer der Canadier sitzt Erik Rebstock. Und, der Neubrandenburger hat prominente „Mitfahrer“. Kurt Kutschela und Peter Kretschmer haben in London Gold im C2 geholt, sich aber bei den nationalen Ausscheidungen geschlagen geben müssen.  Jetzt soll wenigstens im Vierer, zu dem auch der Magdeburger Erik Leue gehört, Edelmetall her. „Nicht nur die beiden sind heiß. Alle im Boot wollen unbedingt diese Medaille bei der Heim-WM im Vierer“, lässt Rebstock ahnen, wie groß die Erwartungen im Team sind.

Für das Rennen auf der Wedau wurde nach der EM das Boot noch einmal umgebaut. Erik Rebstock sitzt jetzt auf Position drei als zweiter Rechtspaddler. „Man merkt schon im Training, das das Boot jetzt viel besser läuft. Damit sind wir jedenfalls nicht chancenlos im Kampf um die Medaillen.“