Wieder mal ein Super-Erfolg:

1400 Läufer beim Tollenseseelauf dabei

Massenspektakel am Tollensesee: 1400 Läufer gaben sich beimTraditions-Wettkampf ein Stelldichein. Am Ende trugen sich Alt-Bekannte in die Siegerlisten ein.Aber alle Starter erlebten den besonderen Reizdieses Laufes.

Marathonsieger beim 24. Tollenseseelauf war einmal mehr der Berliner Silvio Nohke (Mitte, graues Trikot).
Heiko Brosin Marathonsieger beim 24. Tollenseseelauf war einmal mehr der Berliner Silvio Nohke (Mitte, graues Trikot).

Statt unerträglicher Wärme herrschten aber zum Start des Traditionslaufs mit Temperaturen von knapp unter 20 Grad, Sonnenschein und leicht bewölktem Himmel geradezu ideale Bedingungen. Da störte auch nicht der gegen Mittag aufkommende Regen. "Zum Start hätten mich Regen und Wind mehr gestört als knapp vorm Ziel", meinte eine glückliche Marathon-Gewinnerin Angelika Schlender-Kamp im Ziel, wo sie sie die Glückwünsche ihrer Vereinskameraden vom Hochschulsportverein Neubrandenburg entgegen nehmen konnte. Für die 42,195 Kilometer lange Strecke um den Tollensesee benötigte sie 3:18:33 Stunden.

Die Plätze zwei und drei belegten die Hamburgerin Britta Giesen (3:25:56 Stunden) sowie Nadine Lischke (3:41:10) aus Berlin. Knapp eine halbe Stunde vor Angelika Schlender-Kamp hatten die Zuschauer im Kulturpark bereits den ersten Marathon-Mann bejubelt. Der Berliner Silvio Nohke war in der Männer-Konkurrenz wieder das Mass aller Dinge. Der 47-Jährige scheint beim "härtesten Marathon im Norden", wie der Traditionslauf um den Tollensesee auch bezeichnet wird, "Dauerabonnent" auf den Titel zu sein. Nach 2:52:09 Stunden erreichte der Berliner das Ziel und sicherte sich damit zum dritten Mal den Titel. Bei der Vergabe der folgenden Plätze wurde es noch einmal spannend. Den Zweitplatzierten Alastair Green aus Großbritannien (2:58:44) und seinen Verfolger Maik Schmidt vom heimischen SV Turbine (2:59:21) trennten nur 37 Sekunden.

Triathlet erobert Siegestrophäe

Dass die Strecke entlang des Tollensesees, bei dem die Läufer rund 500 Höhenmeter überwinden müssen, sehr anspruchsvoll ist, musste auch ein alter (junger) Laufhase wie Danny Friese (Runners Point Dresden) erfahren. Der 22-jährige ehemalige SCN-Triathlet, der in den vergangenen Jahren stets auf der 10-km-Nordkurierlauf-Strecke unterwegs war, nahm in diesem Jahr erstmals den Halbmarathon ins Visier und gewann ihn souverän in 1:15:39 Stunden.

Zweiter bei den Männern über die Halbmarathon-Distanz wurde der Pole Karol Bryl von IRC Kowale Wroclaw (1:20:24 Stunden) vor Reiner Braun vom SSC Berlin (1:21:44). Bei den Frauen erkämpfte sich die Neubrandenburgerin Katja Knospe (SV Turbine) den Bronzerang in 1:38,33 Stunden. Sie musste lediglich Halbmarathon-Siegerin Antonia Maecker (1:32:40) von Pro Sport Berlin 24 und Martina Günther von Hannover 96 (1:36,57) an sich vorbei ziehen lassen.

Wie in den vergangenen Jahren war auch in diesem Jahr der Nordkurier-Lauf über 10 Kilometer von Klein Nemerow nach Neubrandenburg mit fast 500 Startern wieder die beliebteste Strecke. Beim den Frauen wurde Vorjahressiegerin Anna Izabela Böge (SV Turbine Neubrandenburg) ihrer Favoritenrolle voll gerecht. Sie überquerte nach 38:24 Minuten die Zielinie und verwies ihre Konkurrentinnen Silke Neumann vom SSC Berlin Triathlon (42:21 Minuten) und die Polin Martyna Chodor aus der Partnerstadt Koszalin  (45:03) auf die Plätze. Mit ihrer Zeit war Anna Izabela Böge, die die Strecke zum nunmehr vierten Mal in Folge gewann, allerdings nicht ganz zufrieden. "Die äußeren Laufbedingungen waren zwar ideal", sagte die erfahrene Läuferin im Ziel, "aber ich habe mich heute nicht hundertprozentig wohlgefühlt". So habe sie nur etwa 80 Prozent ihres Leistungsvermögen ausschöpfen können, ergänzte sie.

Bei den Männern siegte der Niedersachse Arne-Christian Wolff vom Team inov-8/Skinfit in 36:19 Minuten vor dem Russen Vladislav Fedorov (38:09) und David Manthey (38:56) aus der Viertorestadt.

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