Regionalliga:

Böser Bittner-Patzer besiegelt TSG-Pleite

Langsam wird die Lage für Regionalligist Neustrelitz prekär. Und, auch der Trainer steht in der Kritik.

Kevin Weidlich gehörte bei der 1:2 (0:1)-Heimpleite gegen den Berliner AK zu den besten  Neustrelitzern.
M. Schütt Kevin Weidlich gehörte bei der 1:2 (0:1)-Heimpleite gegen den Berliner AK zu den besten  Neustrelitzern.

Der Vorjahresmeister schlittert in seine erste große Krise in der Fußball-Regionalliga. Am 9. Spieltag verlor die TSG Neustrelitz mit 1:2 (0:1) gegen den Berliner AK und steht nun auf Rang 15 – einem Abstiegsplatz. Hinter der Elf von TSG-Trainer Torsten Gütschow steht nur noch Schlusslicht ZFC Meuselwitz

„Wir funktionieren derzeit nicht als Team. Es kämpft zwar jeder, aber nur für sich“, sagte TSG-Kapitän Thomas Franke nach der sechsten Saison-Niederlage. Und langsam wird auch die TSG-Fangemeinde – rund 900 Zuschauer waren wieder im Parkstadion dabei – unruhig. Während es auf der einen Seite schon die ersten „Gütschow-Raus“-Rufe zu hören waren, steht ein Teil der Fangemeinde weiterhin hinter dem TSG-Trainer. Der erhält auch noch Rückendeckung vom TSG-Präsidenten. „Torsten Gütschow wird am Sonnabend im Landespokal gegen den Torgelower FC Greif auf der Trainerbank sitzen“, kommentierte TSG-Chef Hauke Runge die derzeitige Trainerderbatte.

Im Heimkick gegen die Berliner spürte man bei den Neustrelitzern von Beginn an die Verunsicherung und die Zuschauer sahen ein Match ohne große Chancen. Nur ein Freistoß von Nikola Trkulja brachte etwas Gefahr für das gegnerische Tor. Auf der anderen Seite nutzten die Bundeshauptstädter kurz vor der Pause ihre Chance nach einer Ecke und gingen durch Abwehrspieler Henning Lichte in Front. Nach der Halbzeit dauerte es keine sieben Minuten und Kevin Weidlich, der am Sonnabend seinen 25. Geburtstag gefeiert hatte, glich zum 1:1 aus. Die Ernüchterung folgte keine Minute später. Einen Patzer von TSG-Schlussmann Daniel Bittner nutzte BAK-Stürmer Karim Benyamina zum 2:1. Bei diesem Stand blieb es. Denn wie schon in den letzten Wochen erarbeiteten sich die Residenzstädter zwar Chancen, trafen aber nicht. „Das war zu wenig. Einfach enttäuschend. Der Gegentreffer zum 1:2 hat uns das Genick gebrochen“, sagte Torsten Gütschow, der auch um die Diskussion über seine Person weiß.

 

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