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Brähmer warnt Gegner vor Hölle Jahnsportforum

Auf der Pressekonferenz vor dem Kampf des Weltmeisters gegen Nathan Cleverly flogen schon mal die verbalen Pfeile. Aber der Box-Abend am Tollensesee bietet noch mehr spannende Unterhaltung.

Neben dem Hauptkampf zwischen Jürgen Brähmer (links) und Nathan Cleverly wird es sieben weitere Faustgefechte geben.
Christian Charisius Neben dem Hauptkampf zwischen Jürgen Brähmer (links) und Nathan Cleverly wird es sieben weitere Faustgefechte geben.

Box-Weltmeister Jürgen Brähmer wählte eine besondere Art der mentalen Vorbereitung auf den WM-Kampf gegen den Waliser Nathan Cleverly am Sonnabend in Neubrandenburg. Um den Kopf frei zubekommen stieg der Halbschwergewichtsweltmeister auf die Quad-Maschine und lieferte sich ein Rennduell mit Sponsor Jürgen Baumgarten.

Die Wertigkeit des Box-Kampfes stellte Brähmer so heraus: „Dieses Duell ist so besonders, weil lange darauf gewartet worden ist. Für mich ändert sich hingegen nichts. Ich gehe wie immer in den Ring, um zu siegen – ganz einfach!“

Der Herausforderer meinte unterdessen, dass der Altersunterschied eine entscheidende Rolle spielen wird. „Brähmer hat sich mit fast 38 Jahren den falschen Zeitpunkt ausgesucht, gegen mich anzutreten. Ich danke ihm für die Chance, aber er wird es definitiv bereuen, gegen einen „jungen Löwen“ zu boxen“, so Cleverly (29).

Verbrennungsgefahr in der kleinen Hölle

Daraufhin warnte Brähmers Trainer Conny Mittermeier den Waliser: „Man nennt Neubrandenburg auch ‚Die kleine Hölle‘.“ Und Brähmer fügte hinzu: „Da hat sich schon so mancher verbrannt.“ Der Sauerland-Boxstall darf bei der sechsten Titelverteidigung von Brähmer erneut auf eine ausverkaufte Halle hoffen. Rund 4000 Karten seien bereits verkauft.

Insgesamt können sich die Besucher auf acht Faustgefechte freuen. Um einen Titel geht es neben dem Brähmer-Kampf auch beim Ringauftritt von Enrico Kölling gegen den Südafrikaner Ryno Liebenberg. Der Wahlberliner möchte seinen WBA-Interkontinental-Gürtel im Halbschwergewicht verteidigen.

Außerdem bitten die Punktrichter zu drei Kämpfen im Cruisergewicht in den Ring. Nachwuchsboxer Alexander Peil trifft dabei auf den weit erfahreneren Georgier Grigol Abuladze. Der Norweger Kai Robin Havnaa fordert Mirnes Denadic aus Bosnien-Herzegowina und mit Artur Mann steigt ein weiterer Deutscher gegen den Briten Paul Drago in das Seilquadrat. Im Super-Leichtgewicht trifft dessen Landsmann Ohara Davies auf den Franzosen Chaquib Fadli.

Und, auch K.-o.-„König“ Vincent Feigenbutz will sich im Super-Mittelgewicht gegen Guillermo Ruben Andino aus Argentinien  mit schlagstarken Argumenten wieder im Blitzlicht des Profisports zurückmelden. Von seinen 25 Fights beendete er immerhin 21 kurzrundig. Weit weniger Ringerfahrung hat Leon Bauer. Der möchte in seinem neunten  Profi-Kampf allerdings gegen den zehn Jahre älteren Georgier Giorgi Khulelidze nichts anbrennen lassen.

 

Karten für die Boxnacht im

Jahnsportforum gibt es im

Medienhaus des Nordkurier,

Friedrich-Engels-Ring 29, oder

per kostenlosem Servicetelefon

0800 4575 033.