Frauen-WM:

DFB-Frauen spielen Unentschieden gegen Norwegen

Trotz Unentschieden sind die DFB-Frauen weiter auf Achtelfinalkurs. Sie konnten die Tabellenführung in der Gruppe B verteidigen.

Carmen Jaspersen Dieses Kopfballduell gegen Saskia Bartusiak konnte die Norwegerin Ingrid Schjelderup (r.) für sich entscheiden.

Zwar musste sich die DFB-Auswahl von Bundestrainerin Silvia Neid am Donnerstag im zweiten Gruppenspiel in Ottawa mit einem 1:1 (1:0)-Unentschieden gegen Norwegen zufriedengeben, verteidigte aber die Tabellenführung in der Gruppe B dank des besseren Torverhältnisses.

Anja Mittag (6. Minute) hatte das deutsche Team mit ihrem vierten Turniertreffer in Führung gebracht, die frühere Potsdamerin Maren Mjelde (61.) erzielte mit einem direkten Freistoß den Ausgleichstreffer. Der zweimalige Welt- und achtmalige Europameister kann im abschließenden Vorrundenspiel am Montag in Winnipeg gegen Thailand den Einzug in die K.o.-Runde perfekt machen.

Vier Tage nach dem 10:0-Kantersieg gegen die Elfenbeinküste lief die DFB-Auswahl fast unverändert gegen Norwegen auf. Lediglich Melanie Leupolz, die sich zum Auftakt eine Schambeinprellung zugezogen hatte, wurde noch geschont. Für die Bayern-Mittelfeldspielerin rückte Dzsenifer Marozsan neben Lena Goeßling auf die „Doppelsechs“. Marozsan hatte wegen einer Bänderdehnung im Sprunggelenk gegen die Afrikanerinnen noch passen müssen, stand nun aber von Beginn an im Blickpunkt.

In fast der gesamten ersten Hälfte blieb die deutsche Elf dominant, setzte den Gegner mit sehenswerten Spielzügen ständig unter Druck und gab ihm kaum Luft zum Atmen. Ein Kopfball von Alexandra Popp (29.) verfehlte hauchdünn das Ziel, ihr Freistoß (36.) wurde eine Beute von Hjelmseth. Die hochgelobten norwegischen Angreiferinnen tauchten erst kurz vor dem Pausenpfiff zum ersten Mal vor Nadine Angerer auf. Dann aber wurde es richtig gefährlich: Beim Schuss von Isabell Herlovsen (43.) aus kürzester Distanz reagierte die DFB-Keeperin prächtig. Und die nachfolgende Ecke von Lene Mykjaland lenkt Angerer an die Latte.

Trainer Even Pellerud brachte im zweiten Durchgang Solveig Gulbrandsen, die für mehr Ideen im Mittelfeld sorgen sollte. Tatsächlich war die Partie nun so ausgeglichen wie man es zuvor erwartet hatte. Nach einer Stunde konnte DFB-Innenverteidigerin Saskia Bartusiak die enteilte Herlovsen kurz vor der Strafraumgrenze nur durch ein Foul stoppen, für das sie die Gelbe Karte sah. Den fälligen Freistoß zirkelte die eineinhalb Jahre für Turbine Potsdam in der Bundesliga aktive Mjelde über die Abwehrmauer zum 1:1 ins Netz.

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