Unsportliches Verhalten:

DFB-Sportgericht spricht harte Strafen gegen Hansa aus

Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock wird für das Fehlverhalten seiner Anhänger erneut drastisch bestraft.

Bereits in der Vergangenheit wurde Hansa Rostock wegen der Verfehlungen der eigenen Fans zu Strafen verurteilt.
Arne Dedert Bereits in der Vergangenheit wurde Hansa Rostock wegen der Verfehlungen der eigenen Fans zu Strafen verurteilt.

Wie der Verein am Montag mittelte, wurde er durch das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wegen unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger und nicht ausreichendem Ordnungsdienst zu einer Geldstrafe von 30 000 Euro verurteilt. Zudem droht Hansa ein erneutes „Geisterspiel“ unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Letztere Strafe ist zu einer Bewährungszeit von neun Monaten ausgesetzt.

„In Anbetracht der angespannten finanziellen Situation des F.C. Hansa Rostock wiegt diese Strafe extrem schwer“, sagte Hansas kommissarischer Vorstandsvorsitzender Chris Müller. Die Ausfalleinnahmen im Falle eines „Geisterspiels“ würden seinen Angaben zufolge durchschnittlich bei 300 000 Euro liegen. Hansas letzte Partie vor leeren Rängen gab es am 18. Dezember 2011 gegen Dynamo Dresden.

Der DFB ahndete mit seinem Urteil Vorfälle aus insgesamt sieben Spielen der Hanseaten. Darunter war auch die Heimbegegnung gegen den 1. FC Magdeburg am 23. September. Fans beider Vereine hatten sich dabei mit Feuerwerkskörpern beschossen. Chaoten zündeten Böller und Rauchbomben, die das Spielfeld total einnebelten. Der Schiedsrichter musste die Partie zweimal für insgesamt rund 17 Minuten unterbrechen. Das Spiel stand vor dem Abbruch.

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