Erfolg bei Paralympics:

Goldener Tag für deutsche Athleten

Die Wettkämpfe in Rio de Janeiro entwickeln sich immer mehr zu einer deutschen Erfolgsgeschichte. Die Bilanz des Wochenendes: Dreimal Gold an nur einem Tag und dazu noch eine ganz besondere Medaille.

Vanessa Low holte im Weitsprung die Goldmedaille.
Jens Büttner Vanessa Low holte im Weitsprung die Goldmedaille.

Der bislang erfolgreichste deutsche Tag bei den Paralympics endete mit einem schönen Blick auf den beleuchteten Strand. Vanessa Low und Daniel Scheil erhielten in der Nacht zu Sonntag einen gemeinsamen Empfang im Deutschen Haus: die Weitspringerin auf gleich zwei Prothesen und der Kugelstoßer im Rollstuhl. Gemeinsam mit dem Triathleten Martin Schulz bescherten sie den deutschen Behindertensportlern in Rio de Janeiro drei Goldmedaillen an nur einem Wettkampftag. Vanessa Low verbesserte dabei gleich zweimal ihren eigenen Weltrekord auf am Ende 4,93 Meter.

Am Sonntagabend deutscher Zeit kamen noch zwei Medaillen hinzu: Der im Rollstuhl sitzende Tischtennisspieler Thomas Schmidberger verlor sein Endspiel gegen den Chinesen Panfeng Feng mit 1:3 Sätzen. Und Bahnradfahrer Stefan Nimke ist jetzt der erste deutsche Sportler, der eine Medaille bei Paralympischen und Olympischen Spielen gewann. Zwölf Jahre nach seinem Olympiasieg in Athen holte er in Rio zusammen mit Kai Kruse Bronze (beide Schweriner SC) im Kilo-Finale.

Martin Schulz siegt bei Triathlon-Premiere

Bereits am Samstag hatte Martin Schulz die paralympische Triathlon-Premiere an der Copacapana gewonnen. Der 26-Jährige wurde ohne linken Unterarm geboren und hatte am Ende 28 Sekunden Vorsprung auf den Kanadier Stefan Daniel.

Mit viermal Gold, siebenmal Silber und fünfmal Bronze liegt das deutsche Team aktuell auf Platz acht der Nationenwertung. Nach 165 von 521 Entscheidungen führt China (31/28/23) diesen Medaillenspiegel mit großem Vorsprung vor Großbritannien (20/11/15) an.