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Hansa beginnt den Überlebenskampf

Der Fußball-Drittligist aus Rostock hat im Ringen um den Klassenerhalt ganz harte Wochen vor sich. Beim kommenden Auswärtsduell gegen den Tabellen-Neunten könnte ein Ex-Wiesbadener eine Rolle spielen.

Die Hansa-Mannschaft beim Ausdauertraining in Spanien. Am Sonnabend beginnt der große Kampf um den Klassenerhalt.
Andy Bünning Die Hansa-Mannschaft beim Ausdauertraining in Spanien. Am Sonnabend beginnt der große Kampf um den Klassenerhalt.

Nach der Rückkehr aus dem Trainingslager im spanischen La Manga läuft für den FC Hansa nun die vierte und zugleich letzte Trainingswoche der Vorbereitung, wo aktuell die unmittelbare Einstimmung auf das Auswärtsspiel am Sonnabend in Wiesbaden im Mittelpunkt steht. Nach fünf Niederlagen in den letzten fünf Meisterschaftsspielen des alten Jahres sowie mehreren Zu- und Abgängen könnte es auch zu größeren Veränderungen im taktischen Bereich sowie bei der Mannschaftsaufstellung kommen.

Doch da will sich Trainer Karsten Baumann nicht in die Karten schauen lassen. Denn vor der Begegnung beim Tabellenneunten Wehen Wiesbaden finden die wichtigsten Trainingseinheiten unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Selbst das geplante Testspiel gegen den FSV Kühlungsborn – das einzige überhaupt in heimischen Gefilden – wurde zu einem Trainingsspiel umfunktioniert, das hinter den verschlossenen Toren der DKB-Arena stattfindet. Nicht nur die eigenen Fans, selbst die Medienvertreter erhalten keinen Zutritt und können die Mannschaft in dieser Woche nur noch einmal selbst unter die Lupe nehmen.

Trainer schweigt und lässt Spekulationen freien Lauf

Die einzige öffentliche Übungseinheit findet am Donnerstag ab 11 Uhr und damit unmittelbar vor der ersten Pressekonferenz im neuen Jahr statt. Doch auch dort dürfte sich Hansa-Trainer Karsten Baumann sehr bedeckt halten.
So lässt sich nur spekulieren, ob alle drei Winterpausen-Neuzugänge, die nach dem Okay des DFB zur Erfüllung weiterer Lizenzierungsauflagen inzwischen auch ihre Verträge unterschrieben, den Sprung in die Startelf geschafft haben.

Doch die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass der vom 1. FC Köln an die Ostsee gewechselte Torhüter Marcel Schuhen den bisherigen Keeper Johannes Brinkies, der in beiden Spielen unter dem neuen Trainer Baumann jeweils vier Gegentore kassiert hatte, auf die Ersatzbank verdrängen wird. Und auch Jose-Alex Ikeng scheint sich einen Stammplatz im defensiven Mittelfeld erkämpft zu haben. Noch nicht ganz sicher scheint hingegen, ob sich auch Maximilian Ahlschwede in die erste Elf gespielt hat.

Dabei wäre das Gastspiel in Wiesbaden für Ahlschwede ein ganz besonderes, denn er kehrt nach nur wenigen Tagen an seine alte Wirkungsstätte zurück. Erst seit zweieinhalb Wochen ist der 24-jährige Rechtsverteidiger in Rostock, obwohl er eigentlich ein Kind des Nordens ist.
Aufgewachsen im Ostseebad Timmendorfer Strand, wo er auch mit dem Fußball begann, wechselte er über die Zwischenstation VfB Lübeck als 15-Jähriger in die Nachwuchsabteilung des VfL Wolfsburg. Mit den A-Junioren der Niedersachsen wurde er im Jahre 2008 Deutscher Vizemeister und auch mit der zweiten Mannschaft des VfL musste er sich 2010 und 2011 jeweils mit Platz 2 in der Regionalliga Nord begnügen, verpasste den Aufstieg in die 3. Liga also jeweils nur knapp.