Chaoten sorgen für schwere Krawalle:

Hansa Rostock unter Schock

Ein Heimspiel von Hansa Rostock ist erneut zum Schauplatz gewalttätiger Auseinandersetzungen geworden. Die Partie gegen den 1. FC Magdeburg stand vor dem Abbruch. Hansa hat bereits erste Konsequenzen gezogen.

Die Partie zwischen dem FC Hansa Rostock und dem FC Magdeburg ging mächtig schief.
Andy Bünning Die Partie zwischen dem FC Hansa Rostock und dem FC Magdeburg ging mächtig schief.

Am Tag danach herrschte noch immer Schockstarre. Den Protagonisten des Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock stand die Fassungslosigkeit über die gewalttätigen Ausschreitungen beim Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg ins Gesicht geschrieben. "Das war ein Rückfall in die Steinzeit. Der Vorstand arbeitet an allen Ecken und Enden, um das Thema aufzuarbeiten", sagte Hansa-Sportdirektor Uwe Klein am Donnerstag.

Fans beider Vereine hatten sich bei dem Drittligaspiel am Mittwochabend, kaum dass das erste Aufeinandertreffen nach 25 Jahren im mit 16.300 Zuschauern gefüllten Ostseestadion angepfiffen war, massiv mit Feuerwerkskörpern beschossen. Die Chaoten zündeten Böller und Rauchbomben, die das Spielfeld total einnebelten. Schiedsrichter Sven Jablonski aus Bremen musste die Partie zweimal für insgesamt rund 17 Minuten unterbrechen. Das Spiel stand zu diesem Zeitpunkt kurz vor dem Abbruch. 

Südtribüne beim nächsten Heimspiel geschlossen

Als erste Konsequenz aus den Vorfällen bleibt beim nächsten Heimspiel in Rostock am 3. Oktober gegen Dynamo Dresden die Südtribüne geschlossen. Damit sperrt Hansa rund 2500 der teilweise zur Ultraszene zählenden Fans von dem Ost-Duell aus. Karten, die bereits verkauft sind, werden nicht ersetzt, sagte Clubchef Michael Dahlmann auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz. Dies Maßnahme kostet den Verein rund 27.000 Euro.

Den Club erwartet eine drastische Bestrafung. "Wir werden die Geschehnisse intern und mit den Sicherheitsbehörden bewerten. Und dann kommt ja noch ein Verfahren seitens des Deutschen Fußball-Bundes auf uns zu", sagte Dahlmann. Hansa ist in der Vergangenheit wegen Verfehlungen seiner Anhänger wiederholt zur Kasse gebeten worden. 

 

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