3. Liga:

Hansa schwächelt weiter: Spieler mit Kopfproblem und schweren Beinen

Nach der erneuten Heimpleite gegen den MSV Duisburg steckt der Rostocker Drittligist ganz dick im Abstiegskampf.

Erschöpft nach 90 Minuten? Für die Hansa-Spieler war es nach Spielschluss nicht leicht, sich ihren Fans zu stellen.
Andy Bünning Erschöpft nach 90 Minuten? Für die Hansa-Spieler war es nach Spielschluss nicht leicht, sich ihren Fans zu stellen.

Fußball-Drittligist Hansa Rostock hat es endgültig versäumt, die englische Woche für eine positive Weichenstellung zu nutzen. Wie schon bei der 0:1-Niederlage in Köln brachen die Rostocker auch am Sonnabend beim 1:3 daheim gegen den MSV Duisburg in der zweiten Halbzeit ein und standen erneut mit leeren Händen da.

Dass seine Mannschaft am Ende der drei Spiele, die binnen sieben Tagen auf dem Programm standen, stehend k.o. wirkte, begründete Trainer Peter Vollmann auch mit den schlechten Laktatwerten seiner Spieler. „Mir war schon zur Pause klar, dass unsere Kraft nachlässt, wenn Duisburg stärker wird. Wenn wir dann Fehler machen, müssen wir sie läuferisch ausgleichen. Doch dazu sind wir derzeit nicht in der Lage. Wenn unsere Spieler nur einen Wert von 3,5 haben, gibt es Defizite im Laufvermögen. Und die können wir nicht von heute auf morgen ausgleichen!“

Zudem war offensichtlich, dass die Niederlage am Sonnabend gegen Duisburg ebenfalls ein Kopfproblem war. Und das hatte auch der neue Mittelfeldspieler Aleksandar Stevanovic erkannt: „Unsere erste Halbzeit war sehr gut, ich kann mich an keine Torchance des Gegners erinnern. Dann bekommen wir so ein unglückliches Gegentor und plötzlich kippt die Stimmung!“ Auslöser war ein Freistoß in der 54. Spielminute, mit dem der Duisburger Kevin Wolze die Hansa-Mauer anschoss, von wo der Ball unhaltbar abgefälscht wurde. Danach lief das Spiel komplett in die andere Richtung und der MSV Duisburg hatte keine Mühe, den Sieg noch an sich zu reißen, auch wenn die Entscheidung mit dem Treffer zum 1:3 Endstand erst in der Nachspielzeit fiel.

„Wir haben vor der Pause ein ordentliches Spiel gemacht, waren taktisch sehr gut eingestellt, allerdings nicht effizient genug. Mit einer höheren Führung hätten wir für mehr Ruhe sorgen können“, erklärte Peter Vollmann, der trotz seiner Kritik an der Fitness der Spieler hoffnungsfroh bleibt: „Wir befinden uns zwar in einem Teufelskreis. Doch ich bin optimistisch, dass wir am kommenden Wochenende bei den Stuttgarter Kickers wieder ein gutes Spiel machen können.“ Diese Begegnung wird am Sonnabend ab 14 Uhr übrigens in Reutlingen ausgetragen, weil das Stadion der Stuttgarter aktuell umgebaut wird.

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