Bundesgericht ändert sein Urteil:

Hansa vor letztem Saisonspiel kräftig zur Kasse gebeten

Der neuerliche Richterspruch löste vor dem abschließenden Auftritt gegen Halle keine Freude aus. Rostocker stellen sich fürs Ost-Derby auf großen Zuschauerandrang ein.

Randale und Feuerwerk durch Hansa-Anhänger: Die deutschen Sportrichter änderten ihr Urteil.
Matthias Kern Randale und Feuerwerk durch Hansa-Anhänger: Die deutschen Sportrichter änderten ihr Urteil.

Das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat die am 13. April vom DFB-Sportgericht ausgesprochene Strafe gegen den Drittligisten Hansa Rostock geändert. Nachdem weiteres Zuschauerfehlverhalten am Dienstag nach mündlicher Verhandlung in Frankfurt/Main sanktioniert wurde, muss Hansa nun aufgrund von zehn Delikten eine Geldstrafe von 20 000 Euro zahlen.

Bei den ersten fünf Heimspielen der kommenden Saison sind zudem Choreografien durch Rostocker Fans verboten und die Zuschauerzahl auf der Südtribüne wird auf maximal 2000 Anhänger begrenzt. Bis zum 31. Dezember 2016 müsen die Hanseaten zudem bei allen Auswärtspartien vier eigene qualifizierte Auswärtsordnungskräfte einsetzen. Die im November vergangenen Jahres verhängte und bis zum 28. Februar 2017 verlängerte neunmonatige Bewährungszeit für ein erneutes „Geisterspiel“ unter Ausschluss der Öffentlichkeit bleibt bestehen

Weniger Zuschauer erlaubbt statt Fahnen-Verbot

In der Vorinstanz hatte die Geldstrafe 16 000 Euro betragen und anstelle des Teilausschlusses war ein Verbot auferlegt worden, Block- und Zaunfahnen sowie Banner zu verwenden. Statt dieses Verbots wurde nunmehr die Zuschauerkapazität reduziert. „Wir haben damit teilweise auch auf den Vorschlag des Vereins reagiert, weil die Durchsetzbarkeit dieser Maßnahme besser sichergestellt werden kann“, sagte Achim Späth, der Vorsitzende des DFB-Bundesgerichts.

Im Rostocker Ostseestadion, wo mindestens 20 000 Zuschauer erwartet werden, kommt es zum Saisonabschluss zum Duell zwischen dem Tabellenzwölften FC Hansa und dem Tabellenneunten Hallescher FC. Obwohl nach einer Anordnung der Polizei am Spieltag eigentlich kein Ticketverkauf mehr stattfinden sollte, werden die Tageskassen am Spieltag nun doch ab 11.45 Uhr geöffnet. Wegen der erwarteten Saisonrekord-Kulisse öffnen die Stadiontore diesmal bereits um 12 Uhr.

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