Entscheidung am 17. April:

Hansa will Fussball-Profis aus Verein ausgliedern

Unter Fans ist sie umstritten, unter Geschäftsführern beliebt: die Ausgliederung der Abteilung der Fußballprofis aus einem Gesamtverein. Auf einer Versammlung am 17. April werden die Mitglieder des FC Hansa Rostock entscheiden, ob die Profi-Sparte zukünftig nicht mehr zu ihrem Verein gehören soll.

Bernd Wüstneck Hansa-Vorstandschef Markus Kompp befürwortet die Ausgliederung der Profi-Abteilung aus dem Gesamtverein.

Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock lässt seine Mitglieder am 17. April über die Ausgliederung der Profiabteilung entscheiden. Diesen Termin nannte Vorstandschef Markus Kompp der "Ostsee-Zeitung". "Alle Beteiligten können stolz darauf sein, dass wir die Vorgaben der Mitglieder erreicht haben. Dazu zählt unter anderem, dass die Marke Hansa Rostock, das Logo – die Kogge – und das Stadionrecht im Verein bleiben", sagte der 33-Jährige dem Blatt.

Der einstige Bundesligist wollte die Profi-Abteilung ursprünglich schon bis zum Ende des vergangenen Jahres aus dem Gesamtverein herauslösen. Der Termin war aber angesichts der Turbulenzen in der Führungsetage ebenso nicht zu halten wie ein zweiter im Januar 2016. Die Mitglieder hatten im Mai 2015 mit großer Mehrheit zugestimmt, das Projekt auf den Weg zu bringen. 

75 Prozent der Mitglieder müssen zustimmen

Die Profi-Sparte soll künftig von einer Spielbetriebsgesellschaft "F.C. Hansa Rostock GmbH & Co. KGaA" geführt werden, an der der strategische Partner Rolf Elgeti mit dem Kauf der Stadionkredite Anteile erwarb. Vergleichbare Rechtsformen praktizieren beispielsweise auch die Erstligisten Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach. 

Bei der Mitgliederversammlung müssen 75 Prozent der anwesenden Mitglieder zustimmen, um das Vorhaben in die Realität umzusetzen. Kompp zweifelt nicht daran, dass das gelingt. "Ich bin mir sicher, dass jedes Mitglied sich seiner Verantwortung bewusst ist und Plan A die nötige Zustimmung findet", sagte der Wirtschaftsjurist, der seit November vergangenen Jahres die Geschicke des Traditionsvereins lenkt.

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