Rostocker Vereinsspitze sieht keine Alternative:

Hansa will Profi-Abteilung ausgliedern

Drittligist Rostock will die Vereinsstruktur grundlegend ändern. Die Profi-Sparte soll künftig von einer Spielbetriebsgesellschaft „F.C. Hansa Rostock GmbH & Co. KGaA“ geführt werden. Für den 10. Mai ist eine Außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen.

Der Vorstandsvorsitzende des FC Hansa Rostock, Michael Dahlmann, stellte am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Rostock die Pläne des Fußball-Drittligisten zur finanziellen Konsolidierung vor.
Bernd Wüstneck Der Vorstandsvorsitzende des FC Hansa Rostock, Michael Dahlmann, stellte am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Rostock die Pläne des Fußball-Drittligisten zur finanziellen Konsolidierung vor.

Für den FC Hansa Rostock beginnt im 51. Jahr seines Bestehens unter Umständen eine neue Zeitrechnung. Sollten die Mitglieder zustimmen, will der 1965 gegründete letzte DDR-Meister und Pokalsieger seine Profiabteilung zum Jahresende ausgliedern und den Verein somit zukunftsfähig machen. „Dieser Weg ist alternativlos“, sagte Vorstandsvorsitzender Michael Dahlmann am Dienstag in Rostock vor der Presse.

Die Sparte soll künftig von einer Spielbetriebsgesellschaft „F.C. Hansa Rostock GmbH & Co. KGaA“ geführt werden. Vergleichbare Rechtsformen praktizieren beispielsweise auch Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach. Für den 10. Mai wurde eine Außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen, bei der der Vorstand mit einfacher Mehrheit das Mandat zur Umstrukturierung erhalten kann. Der endgültige Beschluss darüber ist für die turnusmäßige Mitgliederversammlung im November geplant.

Dort müssen 75 Prozent der anwesenden Mitglieder zustimmen, um das Vorhaben in die Realität umzusetzen.

Die Vereinsführung reagiert mit dem Konzept „Strategie 2020“ auf die seit Jahren anhaltenden existenzgefährdenden finanziellen Probleme. „Die Struktur ist auf Bundesliga oder 2. Liga ausgelegt. Es sind Verbindlichkeiten aufgelaufen, die in der 3. Liga nicht finanzierbar sind. Hansa ist in der aktuellen Verfassung kaum überlebensfähig“, bekannte Dahlmann.