Rostocker kämpfen um Punkte und Frieden:

Hansa zum brisanten Derby gegen Dynamo

Für den Drittligisten aus Rostock ist die Lage alles andere als rosig. Im Duell gegen die Sachsen muss unbedingt ein Sieg her, um nicht auf die Abstiegsränge abzurutschen. Und da ist noch die Rivalität der Fans.

Es geht um viel gegen Dresden: Hansa-Trainer Peter Vollmann zeigt, wo es lang zu gehen hat.
Andy Bünning Es geht um viel gegen Dresden: Hansa-Trainer Peter Vollmann zeigt, wo es lang zu gehen hat.

Hansaland rüstet zum großen Fußballfest und hofft inständig, dass es auch wirklich eines wird. „Wir sagen Ja zu gesunder sportlicher Rivalität. Wir sagen Ja zu packenden Zweikämpfen und leidenschaftlichem Auftreten der Teams auf dem Platz ... Aber: Wir sagen Nein zu Gewalt. Nein zu Pyrotechnik. Nein zu Rassismus und Diskriminierung“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der beiden Drittligisten FC Hansa Rostock und SG Dynamo Dresden vor ihrem Aufeinandertreffen am Samstag in der prall gefüllten DKB-Arena im Herzen der Hansestadt.

Der eindringliche Appell hat seinen Grund. Leider einen schlechten. In der Vergangenheit gab es immer wieder Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Fans der beiden Traditionsvereine. Und auch diesmal haben Hansa-Chaoten den gegnerischen Anhängern im Vorfeld ihre Abneigung deutlich sichtbar zum Ausdruck gebracht. In der Nacht zum 21.  November sind in der Rostocker Innenstadt rund 50 Hauswände beschmiert worden, die teils mit Hass-Parolen Gewaltbereitschaft vor dem Traditionsduell demonstrierten.

Sollten die Rivalitäten exzessiv in das Stadion überschwappen, wären die Folgen fatal. Vor allem für die Hausherren. Hansa spielt nach wiederholten Verfehlungen der Anhänger sozusagen unter DFB-Bewährung. Weitere Vorfälle würden eine Partie unter Ausschluss der Öffentlichkeit zur Folge haben. Ein solches Geisterspiel gab es bereits am 18. Dezember 2011, als sich in der DKB-Arena ebenfalls die beiden ehemaligen DDR-Oberligisten gegenüberstanden. Ein weiteres könnten sich die permanent in Existenznot steckenden Hanseaten kaum leisten.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung