Ex-Profi kehrt zur Kogge zurück:

Hansas neuer Sportchef war mal Europameister

Die Rostocker ordnen die „Kapitänsbrücke“ auf in ihrem Verein neu. Dabei ruhen große Hoffnungen auf René Schneider, der bei Hansa einst zum Nationalspieler reifte.

Der neue Hansa-Vorstand: Vorsitzender Robert Marien (rechts), Christian Hüneburg (links) und René Schneider.
Picasa Der neue Hansa-Vorstand: Vorsitzender Robert Marien (rechts), Christian Hüneburg (links) und René Schneider.

Fußball-Drittligist Hansa Rostock hat ab sofort einen neuen Sportchef. Die seit dem Rückzug des bisherigen Vereinschefs Markus Kompp nicht mehr besetzte Position übernimmt ab sofort der ehemalige Fußballprofi René Schneider, der beim FC Hansa einen Vertrag bis 31. Dezember 2017 erhält. Damit kehrt der 43-Jährige nach eineinhalb Jahrzehnten zu jenem Verein zurück, bei dem er ins Rampenlicht trat und zum Nationalspieler reifte.

Im Sommer 1994 war René Schneider von Stahl Brandenburg zu Hansa gewechselt und gleich in seiner ersten Saison in die Bundesliga aufgestiegen, wozu der Defensivspezialist sechs Tore beigesteuert hatte. Sechs Tore erzielte er auch ein Jahr später, als Hansa in der Bundesligatabelle sensationell Rang sechs belegte.

Verantwortung für Drittligisten und Nachwuchsakademie

 

Als Nationalspieler gehörte René Schneider zum Kader der DFB-Elf, die 1996 Europameister wurde. Danach wechselte er zu Borussia Dortmund und feierte ein Jahr später den Gewinn der Champions League und des Weltpokals. In seiner Wahlheimat Rostock ließ er sich später nieder, gründete eine Fußballschule und schließlich im Jahre 2006 einen eigenen Verein, den FC Förderkader, dessen erste Elf inzwischen in der MV-Verbandsliga spielt.

Im Hansa-Vorstand wirkt er jetzt zugleich als 2.  Stellvertreter des Vorstandsvorsitzenden. Dieses Amt übernimmt ab sofort Marketing-Vorstand Robert Marien, der den Verein zuletzt – gemeinsam mit Finanzvorstand Christian Hüneburg – bereits kommissarisch geführt hatte. Als Sportchef ist René Schneider sowohl für die Drittliga-Mannschaft, als auch für die Nachwuchsakademie verantwortlich