Existenz bedroht:

Hansas Vorstandschef kündigt knallharten Sparkurs an

Hansa Rostock kämpft mit massiven Finanzproblemen. Wie Chris Müller nun angekündigt hat, wird sich einiges ändern müssen - andernfalls wird es eng.

Will mit harter Hand sparen: Der kommissarische Vorstandsvorsitzende des Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock, Chris Müller.
Bernd Wüstneck Will mit harter Hand sparen: Der kommissarische Vorstandsvorsitzende des Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock, Chris Müller.

Hansa Rostocks kommissarischer Vorstandsvorsitzender Chris Müller hält weitere harte Einschnitte für unabdingbar, um den um seine Existenz ringenden Fußball-Drittligisten zukunftsfähig zu machen. "Wir werden jeden Stein umdrehen. Wir müssen anderthalb bis zwei Millionen Euro Ergebnisverbesserung erzielen", sagte der 47-Jährige in einer Lesersprechstunde der "Norddeutschen Nachrichten" Rostock. Trotz der höheren Zuschauerzahlen seien die Erträge momentan dreieinhalb Millionen Euro niedriger als die Aufwendungen.

Müller kündigte auch Konsequenzen für den Geschäftsbetrieb des Vereins an. "Wir werden uns personell verschlanken müssen, wir werden alle Dienstleistungsverträge ertrags- und kostenseitig überprüfen, wir werden über die Dimension des Nachwuchsbereiches nachdenken", sagte er. Der Jurist, der im Hauptberuf Senator für Finanzen, Verwaltung und Ordnung der Hansestadt ist, hatte in der vergangenen Woche beim einstigen Bundesligisten übergangsweise die Nachfolge des zurückgetretenen Michael Dahlmann angetreten

Hansas Vorstandschef will möglichst schnell mit dem potenziellen Investor Rolf Elgeti, der dem Verein mit einem Millionenkredit im Frühjahr die Lizenz gesichert hat, zu einem Konsens über die vorliegenden Vertragsentwürfe kommen. "Für uns wird es darauf ankommen, möglichst viel von den 20,3 Millionen Euro Schulden aus dem Stadion loszuwerden unter möglichst wenig Bedingungen, und Herr Elgeti verfolgt seine eigenen Interessen. Das ist völlig legitim", sagte Müller.

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