Die Ostseestädter sind im Angriff zu harmlos:

Hanseaten bleiben gute Gastgeber

Rostock bleibt 2014 daheim sieglos. Das Team von Trainer Vollmann kam am Samstag vor 14 000 Zuschauern gegen Rot-Weiß Erfurt über ein 1:1 nicht hinaus und verpasste die Gelegenheit, sich in der Tabellenspitze der 3. Fußball-Liga festzusetzen.

Hansa-Trainer Peter Vollmann muss mit seinem Team am Mittwoch nach Kiel.
Stefan Sauer Hansa-Trainer Peter Vollmann muss mit seinem Team am Mittwoch nach Kiel.

Hansa Rostocks Fans sind leidensfähig. Wenn es dafür überhaupt noch eines Beweises bedurft hätte, lieferten ihn die 14 000 in der Rostocker DKB-Arena am Samstag beim 1:1 (0:0) gegen Rot-Weiß Erfurt. Die Protagonisten auf dem Rasen wurden erst nach vorn gepeitscht und dann gefeiert, obwohl der erste Heimsieg in diesem Jahr weiter auf sich wartenlässt. „Ich muss mich bei den Zuschauern für die Geduld und die tolle Unterstützung bedanken", befand Trainer Peter Vollmann nach dem nicht eben prickelnden Kick.Der 56-Jährige hatte sich seine Rückkehr auf die Rostocker Trainerbank sicher anders vorgestellt. Aber von dem Schwung, den seine Elf zum Saisonauftakt beim 4:3 in Münster ausgezeichnet hatte, war nicht lange etwas zu sehen. „Zu Anfang haben wir sehr gut gespielt und sehr viel Druck gemacht", sagte Mittelfeldspieler Denis-Danso Weidlich. „Aber uns fehlte die eine Aktion, mit der man zwingend in Führung geht", kritisierte Vollmann treffend.

In einer von vielen Fouls und Fehlern geprägten Partie erspielten sich die in Bestbesetzung angetretenen Gastgeber optische Vorteile und gleich zu Beginn auch einige gute Gelegenheiten. Die beste der ersten Halbzeit vergab schon nach neun Minuten Mittelfeldspieler David Blacha, dessen straffer Schuss aus 15 Metern von Erfurts Torhüter Philipp Klewin über die Latte gelenkt wurde.

Abteilung Attacke blieb in der Halbzeit in der Kabine

Das war es aber auch schon fast. Die Abteilung Attacke schien in der Halbzeit in der Kabine geblieben zu sein. Die kompakt stehenden Gäste hatte wenig Mühe, die ungeordneten und einfallslosen Angriffbemühungen der Hanseaten im Keim zu ersticken. „Wir haben insgesamt den Schwung gut aus dem Spiel genommen und es somit im Griff gehabt", sagte Trainer Walter Kogler zufrieden. Und dann hatten seinen Mannen auch noch das Glück des Tüchtigen, als sie der kurz zuvor eingewechselte Simon Brandstetter (77.) mit ihrer einzigen echten Chance in der zweiten Halbzeit in Führung schoss.

Das war das erste Tor der Thüringer in Rostock nach mehr als 20 Jahren. Es wäre fast drei Punkte wert gewesen, wenn Abwehrspieler Stefan Kleineheismann in der 87. nicht eine Hereingabe des eingewechselten Rostockers Manfred Starke ins eigene Tor gelenkt hätte. Ein letztlich verdienter Ausgleich, fand auch Kai Schwertfeger: „Wir haben nach dem Rückstand nicht aufgesteckt und weiter nach vorn gespielt."

 

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