Nach Fan-Randalen:

Hauptsponsor will Logo auf Hansa-Trikot schwärzen

Der Hauptsponsor des Fußball-Drittligisten Hansa Rostock soll Konsequenzen aus den jüngsten Fan-Ausschreitungen gezogen haben. Auch der Rostocker Polizeichef äußert Kritik am Verein.

Der Schriftzug des Hauptsponsoren Kurzurlaub.de soll beim nächsten Hansa-Spiel gegen Cottbus geschwärzt werden.
Hendrik Schmidt Der Schriftzug des Hauptsponsoren Kurzurlaub.de soll beim nächsten Hansa-Spiel gegen Cottbus geschwärzt werden.

Der Hauptsponsor des Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock reagiert nach den erneuten Verfehlungen von Hansa-Fans. Im Auswärtsspiel bei Energie Cottbus am kommenden Samstag (14.00 Uhr) wird der Namenszug des Hauptsponsors auf dem Trikot geschwärzt. Das Reiseunternehmen reagiert damit auf die neuerlichen Ausschreitungen im Ostseestadion. "Auf der Brust wird nichts zu lesen sein. Nur ein schwarzer Balken. Ein Balken, der symbolisiert, dass wir nicht bereit sind, unseren guten Namen beschmutzen zu lassen", heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Im Heimspiel gegen Aue waren am Samstag gewaltbereite Anhänger bis zur Sicherheitsverglasung des Gästeblocks vorgedrungen und hatten Schlägereien provoziert. Zudem war ein Plakat mit dem Schriftzug "Zehn Jahre Stendal - ACAB" ("all cops are bastards" - wörtlich: Alle Polizisten sind Bastarde) zu sehen. "Wir wollen sowas nicht mehr erleben und sind es leid, wieder einmal mit der hässlichen Seite konfrontiert zu werden", teilte der Hauptsponsor mit.

Polizeichef empfiehlt personalisierte Tickets

Auch der Chef der Rostocker Polizeiinspektion Michael Ebert hat dem Verein Mängel in der präventiven Absicherung der Veranstaltungen vorgeworfen. "Er kann technisch einige Dinge tun, also Sektoren schaffen in problematischen Bereichen, er kann personell einiges tun", sagte Ebert dem Sender NDR 1 Radio MV. Die Probleme seien "das Ergebnis eines langen Prozesses der Vorstände und Aufsichtsräte der Vergangenheit, die hier durch Absprachen dafür gesorgt haben, dass es Sonder-Akkreditierungen gab, dass es unkontrollierte Zugänge zum Stadion gab, dass Dinge vorher eingebracht werden konnten". 

Der Polizeichef empfiehlt dem Club unter anderem, in problematischen Bereichen personalisierte Tickets einzuführen. Problemzone im Ostseestadion ist die direkt neben dem Gästeblock liegende Südtribüne, die Heimstatt der aktiven Fanszene ist. Von dort aus waren auch am Samstag im Spiel gegen Erzgebirge Aue gewaltbereite Anhänger bis zur Sicherheitsverglasung des Gästeblocks vorgedrungen und hatten Schlägereien provoziert. Zudem war ein Plakat mit dem Schriftzug "Zehn Jahre Stendal - ACAB" ("all cops are bastards" - wörtlich: Alle Polizisten sind Bastarde) zu sehen.

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